Oldenburg - Dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, ist ein gern bemühter Spruch vor Nachbarschaftsduellen. Demnach dürften sich die EWE Baskets Oldenburg vor dem Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven an diesem Sonnabend (20 Uhr/große EWE-Arena) nicht zu sicher fühlen, auch wenn die Favoritenrolle bei der Partie des Tabellenvierten gegen den Zwölften klar verteilt scheint.

Zieht man indes die Statistik zu Rate, müssen sich die Oldenburger Basketball-Fans wenig Sorgen machen. Denn die Baskets präsentieren sich in dieser Bundesligasaison als ausgewiesene Derby-Spezialisten. Aus den fünf Vergleichen mit Rasta Vechta, Artland Dragons und eben den Eisbären ging die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski viermal als Sieger hervor. Und auch die Gesamtbilanz gegen Bremerhaven spricht eine eindeutige Sprache: 18-mal standen sich die Teams in der Bundesliga gegenüber, 13-mal setzte sich Oldenburg durch.

Allerdings haben die Eisbären in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie wissen, wie man in Oldenburg gewinnt. Beim 75:72 fügten sie den Baskets eine von nur drei Heimniederlagen in der Hauptrunde zu. „Das ist Schnee von gestern“, sagt Machowski, der sich lieber an das Hinspiel erinnert, das seine Mannschaft mit 85:76 für sich entschied. Weiter verzichten muss der Trainer auf Adam Chubb. Laut Machowski wird der lange verletzte Center gegen Bremerhaven „definitiv“ nicht in den Kader zurückkehren.

Vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe steht an diesem Sonnabend (20 Uhr) derweil Rasta Vechta. Bei Alba Berlin kann kann sich der Tabellenvorletzte allerdings lautstarker Unterstützung sicher sein. Rund 1000 Fans begleiten das Team in die Hauptstadt.