Frankfurt/Main - Mit dem ersten Sieg gegen Alba Berlin im vierten Vergleich der Saison haben sich die Baskets Bamberg in der Basketball-Bundesliga den ersten Platz nach der Hauptrunde gesichert. Der Titelverteidiger gewann am Sonnabend das Prestigeduell mit 89:80 und hat damit in den Playoffs bis zu einem möglichen Finaleinzug zunächst Heimrecht.

Zweiter bleiben nach ihrem Sieg über Bonn die EWE Baskets Oldenburg, die nun mit einem Sieg am kommenden Dienstag bei den Gießen 46ers Platz zwei sichern können. Dann würden die Oldenburger in den Playoffs auf den Siebtplatzierten der Hauptrunde treffen – wer dies sein wird, steht indes noch nicht fest. Denn die letzten beiden Tickets für die Meisterschaftsrunde werden erst am kommenden Wochenende vergeben. Bonn, die Baskets Würzburg und Phoenix Hagen konnten nicht gewinnen und müssen weiter zittern.

Im Tabellenkeller fällt die Entscheidung über den zweiten Absteiger neben Gießen in einem Endspiel am kommenden Sonnabend. Der Verlierer der Begegnung Skyliners Frankfurt gegen Neckar Riesen Ludwigsburg muss den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, nachdem beide Teams ihre Heimspiele am vorletzten Spieltag verloren.

Die Eisbären Bremerhaven sicherten den Klassenerhalt gegen Gießen mit einem 106:58-Sieg. Ebenso gerettet sind die TBB Trier, der BBC Bayreuth, der Mitteldeutsche BC und die Phantoms Braunschweig. Frankfurt und Ludwigsburg spielen den Klassenerhalt nun direkt aus.

Die Skyliners vergaben gegen Trier die Chance, vorzeitig alles klar zu machen. „Wir haben nicht so gespielt, als ob wir dieses Spiel wirklich gebraucht hätten“, kritisierte Trainer Muli Katzurin. „Wir haben nicht genug gekämpft“, war der Israeli enttäuscht. Die Hessen entschieden das erste Viertel zwar mit 22:18 für sich, danach aber führte Junioren-Nationalspieler Andreas Seiferth (14 Punkte) die Trierer zum Klassenverbleib. „Ich bin überglücklich und stolz auf das Team“, lobte TBB-Coach Henrik Rödl. Große Enttäuschung herrschte dagegen in Ludwigsburg. Trotz einer starken Leistung verloren die Neckar Riesen gegen Bayern München mit 68:74.

Frisches Selbstvertrauen für die Playoffs holten sich derweil die Bamberger. Nach den Niederlagen gegen Pokalsieger Alba im Hinspiel und in der Euroleague tat der Sieg am Sonnabend den Franken richtig gut. „Das Spiel war heute sehr wichtig für uns“, gestand Bambergs Trainer Chris Fleming. Er lobte besonders den 21-jährigen Center Philipp Neumann, der auf 19 Punkte und fünf Rebounds kam. „Ich bin sehr stolz auf seine Leistung.“