Bremerhaven/Oldenburg - Nach 27 Spieltagen in der Basketball-Bundesliga stehen die Eisbären Bremerhaven als Tabellenzwölfter ungefähr dort, wo viele Beobachter die Mannschaft von Trainer Calvin Oldham (53) erwartet hatten. Der US-Amerikaner hatte selbst vor Beginn der Spielzeit prognostiziert, dass sich sein Team „auf den Plätzen sieben bis zwölf“ bewegen werde.

An diesem Sonnabend (20 Uhr, große Arena) treten die Eisbären bei den EWE Baskets Oldenburg an. Das Hinspiel in Bremerhaven hatte die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski (42) mit 85:76 gewonnen. Damals hatten rund 250 Baskets-Anhänger ihre Mannschaft auf der kurzen Fahrt durch den Wesertunnel begleitet, ähnlich viele Bremerhavener Fans werden vermutlich am Sonnabend in Oldenburg sein.

Dass die Eisbären nun dort stehen, wo viele vermutet hatten, liegt an einem katastrophalen Saisonstart und einer folgenden Leistungssteigerung, der sich wiederum heftige Schwankungen anschlossen. Nach sieben Spielen und ebensovielen Niederlagen belegte das Team mit 0:14 Punkten den letzten Tabellenplatz. Eine Woche später gelang durch ein 93:89 in Hagen der erste Saisonsieg. Es folgten weitere, überraschende Erfolge, so zum Beispiel ein 85:79-Sieg bei Alba Berlin.

Dass es für die Bremerhavener aber nicht konstant nach oben ging, lag an den unbeständigen Leistungen – ein Phänomen, das in dieser Saison auch den Oldenburgern nicht unbekannt ist. Der Auftritt bei der 70:89-Niederlage der Bremerhavener bei Aufsteiger Rasta Vechta Anfang Januar war nach Meinung vieler Eisbären-Fans der schwächste seit Jahren. Aufhorchen ließ die Oldham-Mannschaft dann wiederum, als es Mitte März knapp bei den favorisierten Artland Dragons gewann.

Zugeschnitten ist das Spiel der Eisbären klar auf den US-Amerikaner Darius Adams. Der 24-Jährige weist einen Schnitt von 18,2 Punkten pro Spiel auf; das ist ligaweit der beste Wert. Bester Oldenburger in dieser Rangliste ist Julius Jenkins (15,6/Platz 7).

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)