Der Sonnabend war für die EWE Baskets Oldenburg spielfrei beim Finalturnier der Euro-Challenge in Izmir. Spannung kam am Abend dennoch auf, als im fernen Deutschland die Entscheidung über den Gegner im Playoff-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga fiel. In ihrem Teamhotel verfolgten die Spieler via Internet gebannt den Ausgang der letzten Hauptrundenpartien.

Gegen 23 Uhr Ortszeit herrschte Gewissheit: In der Runde der letzten Acht geht es gegen die Baskets Bonn. Die Rheinländer setzten sich gegen Bayern München mit 103:98 nach Verlängerung durch, behaupteten Platz sieben und sind somit am kommenden Sonntag zum ersten Spiel der Serie in Oldenburg zu Gast (18 Uhr, neue EWE-Arena). Phoenix Hagen bleibt trotz des Sieges über den Mitteldeutschen BC Achter und trifft im Viertelfinale auf Bamberg. Der Meister gewann in Würzburg mit 70:52 und beendete so auch die letzten Hoffnungen der Gastgeber auf einen Playoff-Platz.

Damit geht das ewige Duell zwischen Oldenburg und Bonn in die nächste Runde: Kein Fan wird wohl je die dramatische Finalserie 2009 vergessen, als sich Oldenburg erstmals die deutsche Meisterschaft sicherte. In dieser Saison standen sich die Mannschaften bereits fünfmal gegenüber. Bei einem Vorbereitungsturnier, in der zweiten Gruppenphase der Euro-Challenge und in der Bundesliga. Erst vor rund einer Woche wurde die Mannschaft von Trainer Michael Koch zuletzt in Oldenburg vorstellig – und hatte beim Eröffnungsspiel der neuen EWE-Arena keine Chance (74:82).

Nun folgen also mindestens drei weitere Duelle mit den Rheinländern. Langweilig wird es deshalb aber nicht, findet Trainer Sebastian Machowski: „Da wissen wir schon ziemlich genau, was wir bekommen. Auch wenn das jetzt noch mal unter anderen Vorzeichen geschieht, verliert das nicht seinen Reiz und ist eine schwere Hürde.“

Die ohnehin schon verletzungsgebeutelten Bonner mussten am Wochenende derweil einen neuerlichen Rückschlag verkraften. Einen Tag vor dem entscheidenden Spiel im Kampf um die Playoff-Teilnahme entließ der Verein seinen Topscorer Robert Vaden fristlos. Der 28-jährige Amerikaner war bei einer Routinekontrolle mit positiven Werten des Cannabis-Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) aufgefallen. „Das ist bitterer als bitter“, sagte Bonns Präsident Wolfgang Wiedlich.