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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Ex-Baskets-Star findet sein Glück in Israel

19.06.2015

Jerusalem /Oldenburg Als die EWE Baskets Oldenburg im Spätsommer 2014 ihren neuen Spielmacher vorstellten, waren sich die Verantwortlichen des Basketball-Bundesligisten sicher, einen echten Transfer-Coup gelandet zu haben. Tywain McKee sollte beim erklärten Ziel, die Spitzenteams der Liga anzugreifen, das entscheidende Mosaiksteinchen sein.

Doch die Beziehung zwischen McKee und den Baskets hielt nur wenige Wochen. Ende Oktober, nach gerade einmal sechs Ligaspielen, lösten beide Partien den Vertrag völlig überraschend auf. Offiziell waren „persönliche Gründe“ ausschlaggebend, der Rest war Schweigen.

Während die Trennung für die Baskets schwerwiegende Folgen haben und Auftakt einer chaotischen Saison inklusive Trainerwechsel werden sollte, hat McKee sein basketballerisches Glück wiedergefunden. In Israel greift der 29-jährige US-Amerikaner mit seinem Club Hapoel Jerusalem nach dem Meistertitel. Am Montag beginnt die Finalserie gegen Hapoel Eilat.

„Ich erlebe in Jerusalem die beste Zeit meiner Karriere“, sagte McKee kürzlich der israelischen Zeitung „Yedioth-Ahronoth“. Der Aufbauspieler, der vor seinem Intermezzo in Oldenburg bei einigen Spitzenclubs in Russland unter Vertrag stand, wurde im Januar von Hapoel verpflichtet. In der Rückrunde der regulären Saison in der starken israelischen Liga stand er pro Spiel 26,4 Minuten auf dem Parkett, erzielte dabei 8,4 Punkte und gab 4,2 Vorlagen. In den bisherigen sechs Playoff-Partien, Hapoel Jerusalem ist in der Meisterrunde noch ohne Niederlage, liest sich die Bilanz ähnlich: 24 Minuten, 7 Punkte und 4,7 Vorlagen im Schnitt.

„Seine Statistiken sind auf den ersten Blick sicherlich nicht überragend“, sagt Gilad Zwick, Sportjournalist der Zeitung „Yedioth-Ahronoth“. Dennoch seien die Verantwortlichen bei Hapoel „überglücklich“ mit McKee, der vor allem für seine Cleverness und starke Verteidigung geschätzt wird. Der Besitzer des Clubs, Ori Alon, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von seinem Spielmacher spricht. „Er betont immer wieder, dass McKee diesen speziellen ,Killer-Instinkt‘ habe. Seiner Meinung nach würde das Team aggressiver und mutiger spielen, seit McKee dabei ist“, berichtet Zwick.

Den positiven Eindruck, den McKee in Israel hinterlässt, bestätigt auch Björn Ihle. Der aus Oldenburg stammende TV-Journalist mit jüdischen Wurzeln arbeitet in Jerusalem und hat die Entwicklung McKees bei seinem neuen Verein verfolgt. „Neulich war McKee im Ligaspiel gegen Hapoel Tel Aviv mit 20 Punkten der beste Werfer“, berichtet Basketball-Fan Ihle von der Partie gegen das israelische Spitzenteam, das nun im Playoff-Halbfinale überraschend an Hapoel Eilat scheiterte.

Hapoel Jerusalem (der hebräische Begriff Hapoel bedeutet „der Arbeiter“, die so heißenden Sportvereine sind Ableger von Gewerkschaften) zählt zu den traditionsreichsten Vereinen des Landes und besitzt eine große Fangemeinde. Seit eineinhalb Jahren spielt das Team in einer modernen Multifunktionsarena, die Platz für 11 600 Zuschauer bietet. Israelischer Meister wurde Hapoel Jerusalem jedoch noch nie – nun soll es endlich klappen. „Wenn ich der Point Guard sein sollte, der die Meisterschaft zum ersten Mal nach Jerusalem bringt, wäre das etwas ganz Großes für mich“, sagte McKee israelischen Medien über das anstehende Finale.

Das Team ist gespickt mit aus der deutschen Bundesliga bekannten Profis: In Deon Thompson (früher FC Bayern und Alba Berlin), Yotam Halperin (FC Bayern), Bar Timor (Berlin), Tony Gaffney (Baskets Bonn) und eben McKee stehen gleich fünf Spieler im Kader, die schon einmal ihr Geld in Deutschland verdient haben.

Der Vertrag von McKee bei Hapoel läuft am Ende dieser Saison aus. Journalist Zwick hält es aber für möglich, dass der Club mit ihm mit verlängert: „Das wird wohl sehr davon abhängen, wie er sich in den Finalspielen präsentiert.“

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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