FRANKFURT - Titelverteidiger Bamberg hat die Hinrunde in der Basketball-Bundesliga ohne Niederlage abgeschlossen. Die Baskets gewannen am Sonntagabend das Franken-Derby beim BBC Bayreuth mit 74:57 und feierten damit den 17. Sieg im 17. Spiel.
Bamberg hatte beim kecken Aufsteiger Bayreuth nach drei Kantersiegen erstmals wieder erhebliche Mühe, seine weiße Weste zu verteidigen. Nach einem Zehn-Punkte-Rückstand zur Pause (33:43) kämpften sich die Hausherren vor 4000 begeisterten Zuschauern zu Beginn des Schlussviertels bis auf drei Zähler heran (54:57), doch dann zogen die Gäste wieder davon. Bester Werfer beim Double-Gewinner war Brian Roberts mit 15 Punkten. Bei Bayreuth glänzte Pete Campbell mit 14 Zählern.
Meister jagt Berlins Rekord
Mit 34:0 Punkten führt Bamberg weiterhin souverän die Tabelle an und jagt den Bundesliga-Startrekord von Alba Berlin. Der achtmalige Titelträger aus der Hauptstadt hatte die Saison 2000/01 mit 24 Siegen begonnen.
Einen Rückschlag mussten die Baskets Bonn hinnehmen. Nach zuvor fünf Siegen verloren die Rheinländer bei den Phantoms Braunschweig mit 73:75. Auch 26 Punkte von Folarin Campbell konnten die Niederlage der Gäste, die zur Pause noch mit 13 Zählern (39:26) vorne gelegen hatten, nicht verhindern. Bei Braunschweig überzeugte Brandon Thomas (19).
Bei den Gießen 46ers spitzt sich die Krise dramatisch zu. Die Hessen kassierten mit dem 76:92 gegen Phoenix Hagen die zehnte Niederlage in Serie. Für Trainer Vladimir Bogojevic wird die Luft damit immer dünner. Geschäftsführer Christoph Syring hatte dem Trainer eine Jobgarantie bis zum 2. Januar gegeben, für den Fall einer weiteren Niederlage aber Gespräche angekündigt.
Am Tabellenende verloren neben Bayreuth und Gießen auch Schlusslicht Giants Düsseldorf (65:77 gegen die EWE Baskets Oldenburg) sowie der Mitteldeutsche BC mit 46:67 bei der BG Göttingen. Bester Werfer bei den Gastgebern, die die Hinrunde mit einer Bilanz von neun Siegen und acht Niederlagen beendeten, war Trenton Meacham mit 17 Punkten.
Benzing erzielt 30 Punkte
Mann des Spieltages war Nationalspieler Robin Benzing. Mit 30 Punkten führte er RP Ulm zu einem 100:93 nach Verlängerung bei den Eisbären Bremerhaven und hielt die Playoff-Hoffnungen seines Teams damit am Leben.
