FRANKFURT/MAIN - Dank Rückkehrer Julius Jenkins bleibt Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga Spitzenreiter EWE Baskets Oldenburg auf den Fersen. Der von einer Virus-Erkrankung genesene US-Aufbauspieler erzielte beim 88:78 gegen Aufsteiger Giants Nördlingen am Sonnabend 22 Punkte, davon elf in der umkämpften Schlussphase. „Man konnte nicht erwarten, dass sich Julius so zurückmeldet, denn eine Krankheit nimmt einem viel Kraft“, lobte Alba-Sportdirektor Henning Harnisch.

Der Titelverteidiger lag vor 8277 Zuschauern zur Pause sogar hinten (43:45). Am Sonnabend trifft Berlin auf die Baskets Bamberg, den Meister von 2005 und 2007.

Hinter dem Spitzenduo feierten die Baskets Bonn im Verfolgerduell gegen Göttingen einen wichtigen Sieg. Vor 5470 Zuschauern war Brandon Bowman mit 25 Zählern der entscheidende Faktor. „Unsere Spielweise mit den vielen kleinen Spielern ist auch unserem Budget geschuldet, denn jeder Zentimeter mehr Körpergröße kostet Geld“, erklärte Göttingens Coach John Patrick. Die Niedersachsen mussten dazu die Verletzung von Spielmacher Kyle Bailey verkraften, der wegen eines Risses des Syndesmosebandes wochenlang ausfallen wird. „Unser Kopf ist weg“, klagte Göttingens

Geschäftsführer Marc Franz. Bonn verteidigte durch den Erfolg Rang vier vor Ulm, das sich bei den Köln 99ers zu einem 80:78-Sieg zitterte.

Daneben kassierten im Tabellenkeller auch die Gießen 46ers und die Eisbären Bremerhaven bittere Niederlagen. Die Hessen verloren gegen Ludwigsburg 71:78, Bremerhaven musste sich den Walter Tigers Tübingen nach Verlängerung 85:92 geschlagen geben. Dabei rappelte sich der Tabellenletzte – den Eisbären fehlen weiter vier Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz – nach der ersten Hälfte (31:40) auf und schrammte nur knapp am Sieg vorbei. Craig Callahan (20 Punkte), Jared Reiner (17) und Jan Lipke (16) waren Bremerhavens beste Werfer.

Die Giants Düsseldorf verschafften sich durch ein 74:72 gegen die Phantoms Braunschweig dagegen Luft. Im Kampf um die Playoff-Ränge verlor Frankfurt gegen Angstgegner Bamberg 60:67.

Wieder Hoffnung schöpfen die Artland Dragons nach dem 77:73 gegen die Paderborn Baskets. Vor wieder einmal vollbesetzen Tribünen (3000 Zuschauer) waren Ronald Ross (15) und Darren Fenn (12) die fleißigsten Punktesammler. Für den Sieg war ein starkes Schlussviertel nötig: Nach dem dritten Abschnitt hatten noch die Gäste mit 61:54 vorne gelegen.