Frankfurt/Oldenburg - Der Höhenflug der EWE Baskets Oldenburg ist vorerst gestoppt. Die „Donnervögel“ landeten am Freitagabend nach zwölf Siegen in Serie bei den Skyliners Frankfurt hart auf dem Boden der Tatsachen und mussten sich mit 63:78 (37:40) geschlagen geben. Die beste Defensive der Basketball-Bundesliga ließ das schnelle Offensivspiel des Teams von Trainer Mladen Drijencic nicht wie gewohnt zur Entfaltung kommen.
Im „Kampf der Systeme“ zwischen den sehr defensiv orientierten Frankfurtern und den angriffslustigen Oldenburgern erhielten die Baskets einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Playoffs, in denen es insbesondere auf die Verteidigung ankommen wird. „Es war hart heute. Die Frankfurter spielen gerade ihren besten Basketball und haben sehr viel Druck gemacht“, musste Aufbauspieler Chris Kramer eingestehen, der mit seiner Mannschaft auf Platz vier abrutschte. Bereits an diesem Sonntag (15 Uhr, große Arena) stehen die Baskets vor einem richtungsweisenden Spiel gegen RP Ulm.
Gleich zu Beginn der Partie verdutzte Skyliners-Center Johannes Voigtmann seinen Gegenspieler Brian Qvale mit zwei blitzsauberen Dreipunktetreffern zum 6:3. Auch wenn Oldenburgs Center danach immer wieder in Szene gesetzt wurde, waren die Gastgeber tonangebend. Schon nach fünf Minuten nahm Drijencic beim Stand von 7:17 entnervt eine Auszeit. Mit der Verteidigung seines Team war er überhaupt nicht einverstanden und gab dies seiner Mannschaft zu verstehen. Die reagierte umgehend und hielt die Frankfurter vom eigenen Korb fern. Der agile Vaughn Duggins bestellte zum Viertelende eine 22:21-Führung.
Zunächst waren nun die Oldenburger am Drücker und lagen bis zur 17. Minute meist in Front. Doch dann schlichen sich wieder Nachlässigkeiten ins Defensivspiel ein, während die Skyliners knallhart verteidigten und damit Fehler provozierten. Nach der Halbzeit (37:40) gerieten Rickey Paulding & Co. immer weiter in Rückstand. Beim Stand von 41:51 griff Drijencic erneut zur Auszeit, konnte diesmal aber nicht den gewünschten Effekt erzielen.
Kleine Lichtblicke wie Robin Smeulders erster erfolgreicher Dreipunktewurf der Saison (51:59) täuschten nicht darüber hinweg, dass Frankfurt das Spiel sicher kontrollierte. Dazu kamen im Schlussviertel einige vergebene Korbleger und Freiwürfe der Oldenburger, die sich von der Frankfurter Verteidigung beeindrucken ließen.
