Oldenburg - Am Donnerstag vor der Partie gegen Alba Berlin an diesem Sonntag (15.30 Uhr/große EWE-Arena) erinnerte die PR-Abteilung der EWE Baskets Oldenburg via Facebook an das letzte Heimspiel gegen den Hauptstadtclub. Der Rückblick auf das hochklassige Duell am 22. November 2015, welches die Baskets mit 79:76 gewannen, sollte als Mutmacher für den zuletzt taumelnden Basketball-Bundesligisten dienen.
Nach vier Liga-Niederlagen in Folge und dem Absturz auf Platz acht der Tabelle hat sich die Lage für die Oldenburger zugespitzt. Sieben Spieltage vor Ende der regulären Saison sind die Playoffs ernsthaft in Gefahr, der Vorsprung auf den Neunten Gießen beträgt nur noch magere zwei Punkte. „Wir haben uns da selbst hineinmanövriert und können uns auch selbst aus diesem Loch herausholen. Dafür ist es noch nicht zu spät“, versuchte Vaughn Duggins, Aufbruchstimmung zu verbreiten.
Sonntag, 2. April Berlin (Heim/15.30 Uhr). Samstag, 8. April Ludwigsburg (H/20.30 Uhr).Mittwoch, 12. April Gießen/Auswärts/20.30 Uhr). Samstag, 15. April Bayreuth (H/20.30 Uhr). Samstag, 22. April München (A/20.30 Uhr).Dienstag, 25. April Jena (A/19 Uhr).Montag, 1. Mai Bonn (A/15.30 Uhr).
Der US-Guard ist nach monatelanger Zwangspause wegen einer Verletzung am Sprunggelenk wieder fit und drängt in den Kader für das Berlin-Spiel. „Ich bin bereit und fühle mich so, als ob ich schon 30 bis 35 Minuten spielen könnte“, meinte Duggins, dessen aggressive und explosive Spielweise die Baskets zuletzt schmerzlich vermissten.
Sollte Trainer Mladen Drijencic den 29-Jährigen am Sonntag ins Team berufen, müsste ein anderer ausländischer Profi zuschauen. Im Aufgebot dürfen nur sechs ausländische Spieler stehen. Am wahrscheinlichsten ist, dass Vladimir Mihailovic (Montenegro) bei einer Rückkehr von Duggins aus dem Kader gestrichen wird.
Doch ob mit oder ohne Duggins – entscheidend dürfte für die Baskets am Sonntag weniger die Auf- als vielmehr die Einstellung sein. „Ich erwarte, dass die Mannschaft gegen Berlin alles gibt, um vergessen zu machen, was in Vechta passiert ist“, lautete die klare Ansage von Clubchef Hermann Schüller, dem die blamable Derby-Pleite vor zwei Wochen beim Tabellenletzten noch immer zusetzt: „So etwas dürfen wir uns einfach nicht erlauben – das schadet uns auch wirtschaftlich mit Blick auf unser Image.“
Wiedergutmachung für Vechta, um mit neuem Schwung in die Endphase der Saison zu gehen: So lautet der Plan gegen die fünftplatzierten Berliner, auf die man bei einem Sieg bis auf zwei Zähler heranrücken würde. „Die Saison war bislang eine Achterbahnfahrt“, meinte Chris Kramer: „Nun ist die Zeit gekommen, wo wir unseren besten Basketball zeigen müssen. Spätestens ab jetzt zählt jedes Spiel.“
