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Basketball Oldenburg wirkungsvoll aus der Distanz

Helmut Anschütz

GöTTINGEN - Eine Minute und 59 Sekunden vor Schluss hatte Trainer Predrag Krunic schließlich ein Einsehen. In Frederik Jörg und Christopher Razis brachte er die von den gut 50 mitgereisten Fans stürmisch geforderten letzten Akteure der EWE Baskets Oldenburg aufs Feld. Die Geste des Oldenburgers Trainers kam an, den beiden zumindest eine kleine Chance zu geben. Entscheidendes konnten Razis und Jörg zum deutlichen 95:70 (46:37)-Sieg der Baskets im Spiel der Basketball-Bundesliga bei der BG Göttingen nicht mehr beisteuern – dafür hatten ihre Teamgefährten schon zuvor teilweise sogar eindrucksvoll gesorgt.

Letztlich fast mühelos sind die Oldenburger beim Niedersachsenderby bei den Göttinger „Veilchen“ zu ihrem zweiten Auswärtssieg der Saison gekommen. „Das war sehr wichtig“, blieb Krunic dennoch wie gewohnt eher nüchtern: „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine gute Verteidigung gespielt. In der ersten Hälfte war es ein knappes Spiel. Deswegen ist das Ergebnis vielleicht zu hoch.“

Eng war es nur im ersten Viertel. Da gingen die Gäste zunächst mit 14:8 in Front, doch die engagierten BGler drehten die Partie in nur gut drei Minuten dank eines 9:0-Laufes zur eigenen 17:14-Führung. Klar, dass Krunic mit einer Auszeit reagierte. Dennoch lagen die Baskets nach zehn Minuten (18:24) noch immer hinten.

Als Dominik Bahiense de Mello per Dreier zum 26:26 (14.) ausglich, waren die Weichen auf Sieg gestellt. Von da an spielte nur noch eine Mannschaft: Oldenburg. Apropos Dreier: Sie entwickelten sich am Ende zum wohl wichtigsten Siegfaktor der Baskets. Ein ganz „heißes Händchen“ hatte diesmal Rickey Paulding, mit 30 Punkten bester Oldenburger Werfer. Bis zur 34. Minute hatte er alle sieben Dreier getroffen und letztlich damit die Hälfte der Oldenburger Würfe aus der Distanz. Die abwehrschwache BG war einfach nicht in der Lage, die Dreier effektiver zu verteidigen.

Zwei weitere Faktoren waren in der Assist- und Rebound-Statistik abzulesen. Oldenburg zeigte das weitaus bessere Teamspiel, was sich in 22 „Vorlagen“ (BG neun) dokumentierte. Bobby Brown verteilte allein zwölf Assists, schaffte damit dank seiner 15 Punkte ein „Double-Double“. Auch das Rebound-Verhältnis sprach klar für die Baskets (46:27).

Während der Tabellenletzte Göttingen zu viele sportliche Ausfälle hatte und nun noch schweren Zeiten im Abstiegskampf entgegengeht, ließen sich die Baskets auch von je vier Fouls für Kenny Hasbrouck (24.), Adam Chubb (25.) und Brown (31.) nicht vom Erfolgsweg abbringen. „Wir hatten eine gute Intensität in beiden Richtungen“, stellte Krunic hinterher zufrieden fest. BG-Kollege Stefan Mienack fand es „inakzeptabel, wie wir im dritten Viertel gespielt haben“. Den Baskets, die am Mittwoch in der Euro-Challenge BK Nitra empfangen, war’s egal. Entspannt konnte Krunic so noch Jörg und Razis einsetzen.

 @ Mehr Infos unter

http://www.NWZonline.de/ewebaskets

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