GöTTINGEN - Die EWE Baskets Oldenburg sind der Hauptrunden-Meisterschaft einen großen Schritt näher gekommen. Der deutsche Basketball-Meister gewann am Mittwoch sein Ligaspiel beim Verfolger BG Göttingen vor 3078 Zuschauern hauchdünn mit 80:76 (44:25) und hat beste Chancen, als Ligaprimus in die Playoffs zu gehen. Dies würde garantieren, in allen entscheidenden Spielen der K.o.-Runde Heimrecht zu genießen. Ihre nächste Partie bestreiten die Oldenburger am Sonnabend um 20 Uhr bei den Tigers Tübingen.
Nur sieben Niederlagen
Bei noch vier ausstehenden Punktspielen weisen die zweitplatzierten Baskets sieben Niederlagen auf. Tabellenführer ist derzeit zwar noch Alba Berlin, die Hauptstädter (acht Niederlagen) haben aber bereits eine Partie mehr bestritten. Göttingen hat nach der ersten Heimpleite in der laufenden Saison nun neun Niederlagen zu Buche stehen und ist Dritter.
Durch den glücklichen Sieg in Südniedersachsen beendeten die Spieler von Trainer Predrag Krunic zugleich eine schwarze Serie. In den vier vorherigen Pflichtspielen gegen Göttingen hatte es jeweils Niederlagen gegeben.
Nach stürmischem Beginn der Gastgeber fanden die Oldenburger schnell in ihr Spiel und gingen in der 6. Minute erstmals in Führung. Zum Ende des ersten Viertels lag der Meister schließlich mit 18:13 vorn, wobei vor allem Milan Majstorovic und Rickey Paulding als Punktesammler in Erscheinung traten.
Nachdem die Göttinger in den vergangenen Partien die Oldenburger mehrmals überrascht hatten, war das Krunic-Team dieses Mal hellwach. Mitte des zweiten Viertels baute Daniel Hain die Führung der Baskets erstmals auf zehn Punkte (27:17) aus. Und es wurde aus Oldenburger Sicht noch besser: Der wie aufgedreht spielende Paulding sorgte mit 16 Punkten in der ersten Halbzeit dafür, dass die Seiten mit einer 44:25-Führung für Oldenburg gewechselt wurden. Mit 22 Zählern insgesamt war Paulding auch bester Werfer seines Teams.
Im dritten Viertel wuchs der Vorsprung zunächst auf 22 Punkte, um dann auf elf zu schrumpfen. In der Anfangsphase des Schlussabschnitts lag Oldenburg dann nur noch mit fünf Zählern vorn. Vier Minuten vor Schluss schwor Krunic seine Spieler bei einer Auszeit auf die Schlussphase ein – und hatte damit zunächst keinen Erfolg: John Little verkürzte zum 62:65, und bei den Oldenburgern war die Unsicherheit greifbar.
Nervenstark bei Freiwürfen
Mit erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen verschafften Majstorovic und Paulding den Baskets dann wieder etwas Luft. In den hektischen Schlusssekunden zwangen sich beide Teams jeweils mit schnellen Fouls an die Freiwurflinie, wobei die Baskets aufgrund der Nervenstärke von Jason Gardner und JeKel Foster das bessere Ende für sich hatten.
