Oldenburg - Würdiger hätte der Abschied nicht ausfallen können: Die EWE Baskets Oldenburg haben ihr regulär letztes Spiel in der alten EWE-Arena am Mittwochabend mit 75:72 gegen den FC Bayern gewonnen. Der Basketball-Bundesligist feierte damit den fünften Sieg in Serie, festigte Platz zwei und hat nun bereits aufgrund der gewonnenen direkten Vergleiche mit Bayern und Alba Berlin mindestens Rang drei sicher. Julius Jenkins war mit 19 Punkten bester Werfer der Oldenburger, bei den Bayern war Tyrese Rice Topscorer (22).

3148 Zuschauer in der ausverkauften Arena erlebten einen in mehrfacher Hinsicht denkwürdigen Abend: So präsentierten die Fans vor Spielbeginn eine aufwendig gestaltete Choreographie, die den zum 20. April anstehenden Umzug in die neue Halle abbildete. Es war der erste Gänsehautmoment, dem noch einige weitere folgen sollten. Die Besucher sahen zwar kein spielerisch hochklassiges, dafür aber ein intensives und hitziges Spitzenspiel.

Wohl im Bewusstsein der besonderen Bedeutung der Begegnung starteten die Baskets übernervös, viele Fehler prägten die ersten Minuten. Die Bayern verteidigten hingegen aggressiv und bestachen vorne mit einer glänzenden Trefferquote. Folge war ein 13:22 zum Viertelende.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts biss sich Oldenburg regelrecht in die Partie und hatte bei 23:28 (16.) wieder Tuchfühlung aufgenommen. Danach setzten sich die Bayern aber erneut ab – auch, weil die Baskets Pech bei strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen hatten.

Im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber den besseren Start. Doch gerade als der Rückstand auf sechs Punkte geschrumpft war, konterten die Bayern mit drei verwandelten Dreiern zum 34:49 (25.). Die Baskets ließen sich indes nicht abschütteln, Jenkins brachte sein Team wieder auf 50:56 heran.

Und Oldenburg machte genauso weiter: In der 34. Minute besorgte Ronnie Burrell den Ausgleich (61:61), 50 Sekunden vor Schluss war es erneut Burrell, der die Baskets per Dreier zum ersten Mal überhaupt in Front brachte (72:70). Am Ende entschieden die Nerven: Jenkins traf per Freiwurf, Bayern warf den Ball weg – der Sieg war gesichert. Nach der Schlusssirene folgte dann der nächste emotionale Höhepunkt: Rickey Paulding und Co-Trainer Ralph Held holten gemeinsam mit den Fans das Meisterbanner und die drei Trikots von Pavel Becka, Daniel Strauch und Tyron McCoy von der Decke – diese werden in der neuen Halle einen Ehrenplatz bekommen.