Hamburg/Köln - Es ist kompliziert und doch eigentlich ganz einfach. Die Hamburg Towers, die noch auf den Einzug in die Playoffs hoffen, müssen am letzten Spieltag der zweiten Basketball-Bundesliga Pro A ihr Heimspiel gewinnen – und die drei Konkurrenten, die aktuell vor den Towers (11. Platz, 26 Punkte) stehen, verlieren.
An diesem Samstag (19.30 Uhr) trifft Hamburg zum Hauptrunde-Finale auf Ehingen, das knapp dem Abstieg entronnen ist. „Es wird keiner seinen Job verlieren, weil wir die Playoffs nicht erreichen“, sagte Towers-Sportchef Marvin Willoughby. Nach dem Erreichen der ersten Acht in den vergangenen zwei Jahren wäre es dennoch ein Rückschlag für das vor drei Jahren gestartete Basketball-Projekt im Stadtteil Wilhelmsburg.
Den Hamburgern bleibt nichts anderes übrig, als nach Spielschluss die Resultate aus Paderborn (9. Platz, 28 Punkte), Nürnberg, wo der derzeitige Tabellenachte RheinStars Köln (28) antritt, und Hanau (10., 26) einzuholen. Käme es bei Punktgleichheit zu einem direkten Vergleich zwischen allen vier Teams, hätten die Towers keine Chance.
Ziel des Clubs ist die Bundesliga. „Wir haben ein Produkt geschaffen, dass am Markt angekommen ist. Wir wollen diese Erstliga-Mannschaft irgendwann hier haben“, betont Willoughby.
Ein ähnlich ambitioniertes Vorhaben verfolgen auch die Kölner, die sich Anfang März von Coach Arne Woltmann trennten. Der gebürtige Bremerhavener war in den 90er-Jahren in Oldenburg aktiv. Sein Nachfolger ist Matt Dodson. Anders als in Wilhelmsburg, wo durchschnittlich 3000 Gäste die Halle zu 89 Prozent auslasten, besuchen die Kölner Arena 1500 Basketballfans – Platz wäre für 4000.
Als Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg gelten die letztjährigen Absteiger Mitteldeutscher BC und Crailsheim Merlins, die von Platz eins und zwei in die Playoffs gehen. Kapitän der Merlins ist Konrad Wysocki (35), ehemaliger Profi der EWE Baskets Oldenburg.
