Oldenburg - Als Casper Ware am Montagmittag die Arztpraxis auf Krücken betrat, mussten die EWE Baskets Oldenburg das Schlimmste befürchten. Einige Stunden später gab der Basketball-Bundesligist aber vorsichtig Entwarnung, der Spielmacher hat sich in der Partie beim Mitteldeutschen BC allem Anschein nach nur leicht verletzt.

Dies sei das Ergebnis der Computertomographie, erklärte Club-Sprecher Oliver Schulz. Einen Bänderriss könne man nach derzeitigem Stand ausschließen. Obwohl für eine exakte Diagnose noch weitere medizinische Untersuchungen nötig sind, sind die Baskets optimistisch, dass Ware nicht allzu lange ausfällt. Gleichwohl wird der US-Amerikaner einige Tage mit dem Training pausieren müssen.

Der 25-Jährige war am Sonntag bei der 76:78-Niederlage in Weißenfels im ersten Viertel beim Kampf um den Ball auf dem Fuß seines Gegenspielers gelandet und anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Parkett gehumpelt. Den Rest des Spiels verfolgte er mit bandagiertem linken Sprunggelenk von der Bank aus.

Auch wenn Ware noch einmal Glück im Unglück gehabt zu haben scheint, ist nicht damit zu rechnen, dass er bereits in den Spielen gegen Phoenix Hagen an diesem Freitag (20 Uhr/große EWE-Arena) und beim BBC Bayreuth am Sonntag (17 Uhr) wieder zum Einsatz kommen wird. Trainer Mladen Drijencic dürfte dem zuletzt starken Spielmacher die Möglichkeit geben wollen, seine Verletzung bis zum Hauptrunden-Abschluss gegen den FC Bayern am 30. April vollständig auszukurieren.

In der Partie gegen den deutschen Meister könnte sich für die Oldenburger entscheiden, ob sie von Rang sechs oder sieben in die Playoffs einziehen. Damit es zum Finale der regulären Saison zu einem Fernduell um Platz sechs mit den Frankfurt Skyliners kommt, müssen die Baskets jedoch zuvor ihre beiden Spiele gegen Hagen und Bayreuth siegreich gestalten.

Dann wären die Oldenburger (zurzeit 34:28 Punkte) sicher für die Meisterrunde qualifiziert und zugleich gleichauf mit Frankfurt (38:28), das am kommenden Wochenende am Finalturnier des Europapokal-Wettbewerbs Euro-Challenge teilnimmt und deswegen schon zwei Liga-Spiele mehr als die Konkurrenz absolviert hat. Weil die Baskets den direkten Vergleich mit den Hessen verloren haben, würde ein Sieg gegen die Bayern aber nur dann zum Sprung auf Platz sechs reichen, wenn Frankfurt zeitgleich in Tübingen verliert.

Wahrscheinlicher als dieses Szenario ist jedoch, dass Oldenburg die Hauptrunde auf Rang sieben beendet. Dann würde es im Playoff-Viertelfinale gegen den Zweitplatzierten gehen – momentan wären dies die Baskets Bamberg.