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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Berliner schwärmt von Oldenburg

11.01.2019
Frage: Herr Baldi, wie sähe für Alba Berlin eine richtig gute Saison aus?
Marco Baldi (56): Wenn diese Saison ähnlich verlaufen sollte wie die vergangene, wäre es eine richtig gute. 2017/18 wurden wir Vizemeister, standen im Pokalfinale, haben alle nationalen Jugendtitel gewonnen und zahlreiche Spieler auf hohes Niveau gebracht.
Frage: Und wann holen Sie mal wieder einen Titel?
Baldi: Den letzten gewannen wir 2016, als wir Pokalsieger wurden. Klar, Titel sind das, was zuerst ins Auge springt. Aber uns ist auch unsere Gesamtentwicklung wichtig. Und die sieht vor, dass wir uns der Entwicklung von Spielern verschreiben und damit auf höchstem Niveau wettbewerbsfähig sind. Derzeit haben wir sieben Akteure im Kader, die unser Ausbildungsprogramm durchlaufen haben. Wo gibt’s das sonst?
Frage: Der einstige Serienmeister Alba Berlin ist nun also ein Ausbildungsverein?
Baldi: Ja und Nein. Man muss einfach die Situation in der Bundesliga sehen. Bayern München und Bamberg spielen wirtschaftlich in anderen Dimensionen als wir. Also müssen wir schauen, was unsere Stärken sind und wie wir damit vorne angreifen können. Wir konzentrieren uns dabei auf die Nachwuchsförderung und die Weiterentwicklung von Qualitätsspielern. Und natürlich müssen wir Wege finden, kontinuierlich und nachhaltig unser Budget zu erhöhen.

Seit Gründung dabei

Marco Baldi (56), studierter Betriebswirt und einst Bundesligaprofi in Ludwigsburg und Berlin-Charlottenburg, ist seit der Gründung von Alba Berlin im Jahr 1991 im Management des Vereins tätig. Der Geschäftsführer erlebte acht Meisterschafts-Gewinne mit, zum bislang letzten Mal holten die Berliner 2008 den Titel. 2017/18 trafen Berlin und Oldenburg im Playoff-Viertelfinale aufeinander, damals setzte sich Alba mit 3:2 Siegen durch. An diesem Sonntag (15 Uhr/Sport 1) kommt es in der großen Arena in Oldenburg zum Spitzenspiel zwischen den zweitplatzierten Baskets und dem Tabellendritten aus der Hauptstadt.

Frage: An diesem Sonntag um 15 Uhr tritt Ihr Team bei den EWE Baskets Oldenburg an. Gibt es etwas, was die Oldenburger von Alba Berlin, das seit Jahrzehnten in der deutschen Spitze mitspielt, in Bezug auf Struktur und Organisation lernen können?
Baldi: Ich will und kann da keine Tipps geben. Die Baskets zählen schon seit vielen Jahren zur deutschen Spitze und wissen selbst am besten, wie sie ihr Umfeld beackern. Das lässt sich sehr einfach an der tollen kontinuierlichen Entwicklung des Clubs ablesen.
Frage: Kann man die beiden Clubs vergleichen? Oder sind die Umfelder zu unterschiedlich?
Baldi: Jeder macht aus seinen Bedingungen hoffentlich das Beste. Oldenburg hat gegenüber uns keinen Standort-Nachteil, obwohl wir in einer Stadt mit mehreren Millionen Einwohnern arbeiten. Hier agieren mehr als hundert Bundesligisten in allen möglichen Sportarten. Gleichzeitig finden in Berlin jeden Tag etwa 2000 Veranstaltungen aller Art statt. Wir sind einem sehr intensiven Wettbewerb ausgesetzt – in jeder Beziehung.
Frage: Und wie sehen Sie dann die Position der Baskets?
Baldi: Sie sind der Leuchtturm für die Region. Ich glaube, dass es in so einer Position anders angegangen werden muss, Menschen für sich zu begeistern. Und die Baskets machen das hervorragend.
Frage: Herr Baldi, Sie wollen hier am Sonntag doch nur freundlich empfangen werden – oder warum sagen Sie so viele nette Dinge über Oldenburg?
Baldi: Das ist keine Lobhudelei. Die Baskets sind erstklassig geführt und haben sich zu einem stabilen Qualitätsstandort entwickelt.
Frage: Berlin hat in dieser Saison bislang zweimal in Niedersachsen gespielt, nämlich in Vechta und in Braunschweig. Beide Spiele haben Sie verloren. Ist Ihnen vor Sonntag schon bange?
Baldi: Diese Niedersachsen-Allergie ist mir auch aufgefallen. Deshalb habe ich noch einmal nachgeschaut, ob Oldenburg wirklich in Niedersachsen liegt. Und musste mit Schrecken feststellen, dass es so ist (lacht). Jetzt im Ernst: Wir kommen in einer für uns schwierigen Phase und mit Respekt nach Oldenburg. Aber keine Sorge: Wir werden unsere Chance suchen.
Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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