Köln/Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg und Rasta Vechta sowie acht weitere Clubs werden die Saison in der Basketball-Bundesliga zu Ende spielen – sobald die Politik dies erlaubt. Darauf verständigten sich die 17 Clubs und die Ligaspitze am Montag in einer einer knapp fünfstündigen Videoschalte. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema:

Wie soll gespielt werden

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Die Hauptrunde wird nicht mehr zu Ende gespielt, dafür wird direkt mit einem modifizierten Playoff-Modus begonnen. Dieser soll in Turnierform gespielt werden. „In zwei Gruppen bestehend aus je fünf Teams spielt jede Mannschaft in einer Gruppenphase zunächst gegen jede andere. Anschließend wird das Viertel- und Halbfinale sowie das Finale über Kreuz in einem angepassten Playoff-Modus ausgetragen. Diese Turnierform wird sich auf circa drei Wochen verteilen“, teilte der Ligaverband BBL mit. Gespielt werden soll an einem zentralen Ort. Dieser wird am kommenden Montag bekanntgegeben, ein möglicher Kandidat könnte München sein. In Oldenburg und Vechta wird das Turnier definitiv nicht stattfinden. Die Spiele werden kostenpflichtig vom BBL-Medienpartner Telekom im Internet übertragen. Ziel der Liga ist es, die Saison bis spätestens zum 30. Juni zu beenden. Dafür müssten spätestens am 18. Mai die behördlichen Genehmigungen für den Trainings- und Spielbetrieb vorliegen, hieß es weiter. Dafür erarbeitet die BBL ein Hygiene- und Sicherheitskonzept.

Wer nimmt am Turnier teil

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Neben Oldenburg und Vechta werden Bayern München, Riesen Ludwigsburg, Merlins Crailsheim, Alba Berlin, Brose Bamberg, BG Göttingen, RP Ulm und die Frankfurt Skyliners teilnehmen. Die anderen sieben Clubs entschieden sich derweil gegen eine Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison – für sie ist die Spielzeit beendet. Einen sportlichen Absteiger wird es nicht geben, der aktuelle Tabellenletzte Hamburg Towers schafft somit den Klassenerhalt.

Was sagen die Baskets

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„Glücklicherweise sind wir zu dem Ergebnis gelangt, die deutsche Meisterschaft doch zu Ende spielen zu wollen. Darüber sind wir sehr, sehr glücklich“, freute sich Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller: „Das war eine der wichtigsten Entscheidungen, die wir in dieser Zeit treffen konnten. Es gehört auch viel Mut zu dieser Entscheidung, die Dinge nach vorne zu treiben und dann auch zu sagen, dass es mehr Chancen gibt als Risiken.“ Besonders freut sich der Baskets-Clubboss aber darüber, den zahlreichen Oldenburger Fans endlich wieder Basketball zeigen zu können. „Wir spielen zwar im Wohnzimmer, aber unsere Fans können die Spiele verfolgen“, sagte Schüller, der mit dem Wort Wohnzimmer den Begriff der Geisterspiele charmant umkurvt: „Wir haben alles Mögliche, auch in wirtschaftlicher Sicht getan, dass uns das gelingt.“.

Was sagt Rasta Vechta

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„Wir denken, dass wir durch unsere diesem Sachstand gegenüber positive Haltung im besten Sinne handeln und hoffen, damit einen möglichen noch größeren, langfristigen Schaden von Rasta abwenden zu können“, sagte Vechta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion