Oldenburg/Bayreuth - Predrag Krunic hat den EWE Baskets Oldenburg ein Schnippchen geschlagen: Der bosnische Trainer feierte mit dem BBC Bayreuth bei seinem ersten Wiedersehen mit seinem früheren Arbeitgeber einen 84:72 (35:39)-Erfolg und beendete damit eine Baskets-Serie von sechs gewonnen Spielen in Folge.

Durch die Niederlage bei den nach wie vor abstiegsbedrohten Bayern kassierten die Oldenburger einen unerwarteten Rückschlag im Kampf um Platz zwei in der Basketball-Bundesliga. Gleichzeitig verpasste das Team die Chance, zumindest nach Pluspunkten mit Tabellenführer Bamberg gleichzuziehen, der überraschend gegen Quakenbrück mit 73:74 verlor. Sollte sich Verfolger Ulm in seinen ausstehenden Spielen schadlos halten, müssen die Baskets nun sowohl gegen Bonn als auch gegen Gießen gewinnen, um als Zweiter in die Playoffs einzuziehen.

„Wir haben noch alles in der Hand, deswegen ist die Niederlage jetzt kein Weltuntergang“, sagte Oldenburgs Coach Sebastian Machowski. Schönreden wolle der frischgebackene Trainer des Jahres die Pleite in Bayreuth aber nicht: „Der BBC hat in der zweiten Halbzeit mehr investiert als wir und deshalb völlig verdient gewonnen.“

Den Oldenburgern nutzten auch die 20 Punkte von Rickey Paulding nichts. Für den BBC traf Bryan Bailey, der unter Krunic in der Saison 2009/10 für einige Monate bei den Baskets gespielt hatte, am besten (24).

Die Niederlage für die Gäste war umso bitterer, weil zu Beginn so rein gar nichts darauf hindeutete. Das Team überrollte den Gegner und führte schnell mit 18:4 (6.). Vor allem Paulding mit bis hierhin neun Punkten schien Krunic, mit dem er 2009 in Oldenburg die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, beweisen zu wollen, dass er von der Klasse vergangener Tage nichts eingebüßt hat.

Dann kam plötzlich ein Bruch ins Spiel der Baskets. Bayreuth legte eine 10:0-Serie hin und war bis zum Viertelende wieder dran (23:18). Oldenburg hielt aber noch dagegen und ging mit einem 39:35 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit verloren die Baskets dann vollends den Faden, während Bayreuth – lautstark angetrieben von 3162 Zuschauern – mehr und mehr aufdrehte. „Sie haben um jeden Ball gekämpft“, sagte Machowski und verwies auf die insgesamt neun Offensivrebounds des BBC im zweiten Durchgang.

Nach 23 Minuten lag Oldenburg zum ersten Mal hinten (39:42) und war anschließend nicht mehr in der Lage, eine Antwort zu finden. Spätestens beim 62:75 drei Minuten vor Schluss war die Entscheidung gefallen.