Ludwigsburg/Frankfurt - Dank einer Basketball-Gala im dritten Viertel des Kellerduells gegen Braunschweig haben die Neckar Riesen Ludwigsburg die Abstiegsränge der Bundesliga verlassen. Die Schwaben zogen unmittelbar nach der Pause mit einem 19:0-Lauf auf und davon und haben den Klassenverbleib nun wieder selbst in der Hand. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Jungs“, sagte Riesen-Trainer John Patrick nach dem 80:65-Erfolg.
Zwei Spieltage vor Schluss liegen Ludwigsburg und Braunschweig punktgleich auf den Rängen 16 und 17 (24:40), der BBC Bayreuth bleibt nach der 77:95-Pleite gegen Titelverteidiger Baskets Bamberg ebenfalls akut gefährdet (24:38), hat aber noch ein Spiel mehr auszutragen.
Die schlechtesten Karten im Abstiegskampf haben nun plötzlich wieder die Phantoms Braunschweig. Am Dienstag wähnten sich die Niedersachsen nach ihrem Überraschungscoup gegen Alba Berlin bereits gerettet, nun sind sie auf einmal wieder auf Patzer der Konkurrenz angewiesen. „Die haben den Sieg mehr gewollt als wir“, sagte Aufbauspieler Dennis Schröder nach der Partie der „Braunschweiger Zeitung“.
Die Ludwigsburger feierten dagegen ausgelassen ihre Wiederauferstehung, die sie vor allem auch Lucca Staiger zu verdanken hatten. Der Nationalspieler war mit 22 Punkten bester Werfer und am entscheidenden Lauf im dritten Viertel mit 13 Punkten maßgeblich beteiligt. Patrick wollte jedoch keinen Spieler herausheben. „Die Jungs haben sich heute als echtes Team präsentiert und sich völlig verausgabt“, lobte der Amerikaner.
Weiterhin zittern müssen auch die Skyliners Frankfurt. Die Hessen verloren bei den Baskets Bonn mit 75:81 und liegen nur zwei Punkte vor Bayreuth, Ludwigsburg und Braunschweig. „Wir haben in der Defensive nicht das Niveau erreicht, mit dem wir spielen können. Deswegen haben wir auch verdient verloren“, schimpfte Frankfurts Trainer Muli Katzurin nach der Partie. Die Bonner bleiben dagegen weiter auf Kurs in Richtung Playoffs, für die sich Bayern München nach dem klaren 119:83 gegen Hagen qualifiziert hat.
An der Tabellenspitze gaben sich neben Bamberg auch die EWE Baskets Oldenburg (78:72 in Bremerhaven) und Vizemeister RP Ulm (88:60 gegen die Artland Dragons) keine Blöße. Alba Berlin zitterte sich zu einem 82:81 gegen den Mitteldeutschen BC.
