Oldenburg - Sebastian Machowski redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Natürlich ist es für mich ein besonderes Spiel“, sagte der Trainer der EWE Baskets Oldenburg vor der Partie bei den Phantoms Braunschweig an diesem Mittwoch (19 Uhr). Drei Jahre, von 2009 bis 2012, war der 41-Jährige mit seinem Assistenten Philipp Köchling für die Phantoms verantwortlich und führte den Verein in dieser Zeit dreimal in die Playoffs der Basketball-Bundesliga – nun kommt er erstmals als Coach einer gegnerischen Mannschaft an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Der Abschied im Sommer vergangenen Jahres verlief nicht ganz ohne Misstöne. Einige im Braunschweiger Umfeld nahmen es Machowski übel, dass er seinen Vertrag bei den Phantoms nicht verlängerte und noch während der laufenden Saison in Oldenburg unterzeichnete. Dementsprechend interessant wird zu beobachten sein, wie die Reaktion des Braunschweiger Publikums auf die Rückkehr des einstigen Erfolgstrainers ausfällt. „Ich bin auch gespannt, wie Philipp und ich empfangen werden“, meinte Machowski, der sich dessen ungeachtet auf das Wiedersehen mit einigen seiner ehemaligen Weggefährten im Club und in der Stadt freut.

Die Entwicklung der Braunschweiger, die als Tabellen-15. in akuter Abstiegsgefahr stecken, verfolgt Machowski auch aus der Entfernung noch mit einigem Interesse. „Es ist schade, dass die Phantoms so weit unten drin stehen. Ich würde mich freuen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen“, sagt er, stellt aber mit Blick auf das Duell an diesem Mittwoch klar: „Geschenke werden wir nicht verteilen.“

Denn viel mehr als die Situation seines ehemaligen Arbeitgebers treibt den Coach des Tabellenzweiten um, wie seine Mannschaft die gute Ausgangslage im Kampf um die Playoffs weiter verbessern kann. Bei den ums sportliche Überleben kämpfenden Braunschweigern erwartet Machowski ein „heißes Spiel“. Um eine möglichst optimale Vorbereitung gewährleisten zu können, reiste das Team bereits am Dienstagnachmittag zum Niedersachsen-Rivalen. „Wir brauchen unsere ganzen Kräfte“, prognostiziert Machowski.

Wie schwer die Aufgabe für die Baskets ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Die letzten fünf Auswärtsspiele in der Braunschweiger Halle gingen allesamt verloren.