Frankfurt/Oldenburg - Sebastian Machowski hatte die Arme vor der Brust verschränkt und verfolgte die letzten Minuten mit finsterer Miene. Wie sehr es in dem Trainer der EWE Baskets Oldenburg brodelte, wurde auf der Pressekonferenz nach der 74:93 (47:47)-Niederlage bei den Frankfurt Skyliners am Sonntag deutlich. Dort ließ Machowski seinem Ärger über die deftige Klatsche bei den vor der Partie auf Rang elf notierten Hessen freien Lauf.
„Unterirdisch“ sei die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gewesen, wetterte der Coach des Basketball-Bundesligisten und stellte fest: „So kann man auswärts nicht gewinnen.“ Danach richtete der 42-Jährige seine Worte an die rund 100 mitgereisten Anhänger: „Ich will mich bei den Fans bedanken und gleichzeitig für unser Spiel entschuldigen.“ Die Baskets rutschten in der Tabelle auf Rang fünf ab, Frankfurt hat nach dem inzwischen vierten Sieg in Folge die Playoff-Plätze ins Visier genommen.
Dabei hatte es zunächst überhaupt nicht nach einer Oldenburger Klatsche ausgesehen. Die Gäste erwischten den besseren Start, fanden offensiv auf Anhieb zu ihrem Rhythmus und verdienten sich eine 29:25-Führung nach zehn Minuten. Auch im zweiten Viertel setzten beide Mannschaften ihre Akzente vor allem im Angriff und bereiteten den 4270 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle einen äußerst kurzweiligen Basketball-Nachmittag.
War die Oldenburger Basketball-Welt zur Halbzeit (47:47) also durchaus noch in Ordnung gewesen, geriet sie mit Wiederbeginn gehörig aus den Fugen. Die Hausherren kamen mit deutlich erhöhter Intensität aus der Kabine und stürzten die Baskets fortan von einer Verlegenheit in die andere. Ein 9:2-Lauf der Frankfurter, in dem Oldenburg mehrere Minuten ohne Korberfolg blieb, sorgte für die erste zweistellige Führung der Skyliners (65:54/27. Minute).
Von einem Aufbäumen der Baskets war anschließend nichts zu sehen, vielmehr schienen sich die Profis früh mit der Niederlage abgefunden zu haben und lieferten kaum noch Gegenwehr. Wie unkonzentriert sich die Gäste nun teilweise präsentierten, belegen zehn Ballverluste allein in der zweiten Halbzeit. Unterstrichen wird der am Ende klägliche Auftritt auch durch einen Blick auf zwei weitere Statistikkategorien: Sowohl bei den Rebounds (25 zu 42) als auch bei der Zahl der gelieferten Vorlagen (13 zu 24) waren die Oldenburger den mannschaftlich geschlossener auftretenden Frankfurtern deutlich unterlegen.
Bester Werfer bei den Baskets, die an diesem Mittwoch (20 Uhr/kleine Arena) im Eurocup gegen Virtus Rom gefordert sind, war Rickey Paulding mit 17 Punkten. Für die Hessen, bei denen sieben Spieler zweistellig punkten konnten, avancierte Justin Cobbs mit ebenfalls 17 Zählern zum Topscorer.
