Oldenburg - Sein erstes Spiel gegen die Baskets Bamberg als Cheftrainer der EWE Baskets Oldenburg wird Mladen Drijencic wohl sein Leben lang nicht vergessen. Es war der 12. April 2015, und die Oldenburger setzten sich in der heimischen Arena im deutschen Pokalfinale überraschend mit 72:70 gegen den Favoriten durch. Drijencic hatte den Basketball-Bundesligisten nach der Trennung von Sebastian Machowski erst rund drei Wochen zuvor übernommen.
Erstmals seit jenem Final-Sonntag vor rund einem Jahr kommen die Bamberger an diesem Sonnabend (20.30 Uhr, große Arena) nun wieder nach Oldenburg. Und wie schon damals sind die Franken, die die Bundesliga-Tabelle souverän anführen, favorisiert. „Damit uns das Wunder gelingen kann, muss bei uns alles zusammenpassen, und wir müssen ein perfektes Spiel abliefern“, sagt Drijencic: „Zudem benötigen wir mehr denn je die volle Unterstützung der Zuschauer.“
Die sollen gegen die Bamberger überwiegend in gelber Kleidung in die Halle kommen. Das schlägt zumindest der Baskets-Oldenburg-Fanclub „Thunderstorm“ vor, der auf eine „gelbe Wand“ hofft, gegen die die Franken vergeblich anrennen.
Die Bilanz der Oldenburger gegen Bamberg war lange Zeit desaströs. Dazu trugen vor allem die glatten 0:3-Niederlagen in den jeweils ersten Playoff-Runden der Spielzeiten 2003/04 und 2004/05 bei. Inzwischen hat sich das Bild aus Oldenburger Sicht etwas gebessert, noch immer haben die Bamberger aber im Nordwesten mehr Spiele gewonnen als verloren. In dieser Saison trafen die Mannschaften bereits zweimal aufeinander. Noch vor dem ersten Punktspiel setzte sich Meister Bamberg beim sogenannten Champions Cup in eigener Halle mit 87:66 gegen Pokalsieger Oldenburg durch, das Punktrunden-Hinspiel in Bayern gewann das Team des italienischen Trainers Andrea Trinchieri Ende Oktober dann mit 89:76.
Letztmals in dieser Punktrunde bestreiten die Oldenburger nur eine Partie am Wochenende. An den kommenden beiden Wochenenden ist die Mannschaft für die letzten vier Spieltage jeweils freitags und sonntags gefordert.
