Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg wollen den drei besten Teams der Bundesliga ganz nah sein. Diesen Anspruch formulierte Hermann Schüller, Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten, in der vergangenen Saison einen Tag nach dem Halbfinal-Aus gegen Bayern München.

Der Wunsch, jenen Mannschaften (Alba Berlin, Baskets Bamberg und Bayern München) auf Augenhöhe zu begegnen, könnte schon bald Wirklichkeit werden – allerdings auf etwas anderer Ebene. Denn voraussichtlich werden die Oldenburger in der ersten Runde der am 9. Mai beginnenden Playoffs gegen eine dieser drei Mannschaften spielen.

Schon vor der Partie des neuen Pokalsiegers gegen RP Ulm an diesem Freitag (20 Uhr/Sport 1) in der großen Arena sieht es danach aus, als würden die derzeit siebtplatzierten Oldenburger als Sechster oder Siebter in die Playoffs gehen. Als Sechster wäre der Dritte der Gegner; auf jenem Rang wird wohl Bayern München die Punktrunde abschließen. Als Siebter wäre im Playoff-Viertelfinale der Zweite der Gegner. Ob dort letztlich Berlin oder Bamberg landet, ist derzeit noch offen.

Die Chancen, noch auf Platz sechs vorzurücken, stehen für die Oldenburger recht gut. Die Frankfurt Skyliners, die derzeit jenen Rang belegen, weisen bei zwei mehr ausgetragenen Partien auch zwei Minuspunkte mehr auf als das Team von Trainer Mladen Drijencic.

Hinter den großen Dreien der Liga folgt bereits Oldenburgs Gegner von diesem Freitag, RP Ulm. Die Partie hat damit durchaus den Charakter eines Spitzenspiels. Am ersten Spieltag dieser Saison stand das Duell in Ulm an, damals gewannen die Baskets (noch unter Trainer Sebastian Machowski) mit 83:76.

Die Feiern nach dem Pokalsieg sind für die Oldenburger nun Geschichte, Drijencic und seine Spieler konzentrieren sich auf die fünf noch ausstehenden Punktspiele. Die Euphorie des Triumphes soll natürlich dennoch mit in die Bundesliga genommen werden. Und das auf eine ganz einfache Art und Weise – indem der Pokal mit zum Bundesligaspiel kommt. Nach Angaben von Baskets-Sprecher Oliver Schulz wird die Präsentation des Silberpotts am Freitagabend in die Einlauf-Zeremonie der Spieler eingebaut.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)