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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Finalturnier In München: Darum ist Berlin ein würdiger Meister

29.06.2020

München Alba Berlin hat es geschafft. Zwölf Jahre musste der Hauptstadtclub auf diesen Moment warten: den Gewinn der neunten deutschen Basketball-Meisterschaft. Am Sonntagnachmittag war es nach 2008 nun endlich soweit. Nach dem 75:74 (42:35)-Sieg im zweiten Playoff-Endspiel (Hinspiel: 88:65) beim Finalturnier in München gegen die Riesen Ludwigsburg krönten sich Luke Sikma, Niels Giffey und Co. mit dem begehrten Titel. Eine besondere Meisterschaft, in einer besonderen Zeit, bei einem außergewöhnlichen und wohl einmaligen Turnier.

Haben die Berliner den Titel verdient gewonnen?

Ohne Frage, das Team um den spanischen Trainer Aito Garcia Reneses hat sich den Gewinn der Meisterschaft verdient. Der Hauptstadtclub ging neben dem FC Bayern als Topfavorit ins Rennen und war beim dreiwöchigen Turnier das konstanteste Team der zehn teilnehmenden Mannschaften – die Albatrosse gewannen schließlich alle ihre zehn Partien, teils mehr als deutlich. „Alba ist ein würdiger Meister. Sie haben generell eine starke Saison gespielt, schon den Pokal geholt. Alba war klar das beste Team im Turnier“, fand auch BBL-Chef Stefan Holz. Die Bayern hingegen kassierten in der Gruppenphase Niederlagen gegen die Mitfavoriten RP Ulm (85:95) und die EWE Baskets Oldenburg (81:89) und schieden im Viertelfinale gegen die als Geheimfavorit gehandelten Ludwigsburger (83:87 und 74:73) aus . Der Titelverteidiger aus München wirkte während des Turniers teilweise müde, lustlos und sogar unmotiviert – anders die Berliner. Auch andere Teams, wie beispielsweise die Oldenburger, zeigten teils schwankende Leistungen.

Was macht Alba so stark?

Da ist zum einen die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, zum anderen die angesprochene Konstanz. Mit Sikma, Peyton Siva, Martin Hermannsson, Landry Nnoko und Rokas Giedraitis hat Coach Aito Spieler im Kader, die jederzeit ein Spiel entscheiden können. Dazu kommen erfahrene Akteure wie Nationalspieler Giffey, Johannes Thiemann, Tyler Cavanaugh oder Marcus Eriksson hinzu, die der Spanier ohne Qualitätsverlust ins Spiel bringen kann sowie Talente wie Jonas Mattisseck oder Kenneth Ogbe. So eine Tiefe im Kader haben nur wenige Teams – schon gar nicht in Zeiten des Coronavirus. Denn viele Bundesligisten mussten der Krise Tribut zollen und die Verträge mit einigen Leistungsträgern auflösen und gingen so teilweise geschwächt ins Turnier. Auch München musste auf Star-Center Greg Monroe und Führungsspieler Nihad Djedovic verzichten – allerdings war der FCB weiterhin stark besetzt. Oldenburg, Ludwigsburg und Ulm präsentierten ebenfalls einen spielstarken Kader. Ein weiterer Faktor liegt nicht in den Beinen oder Armen, sondern im Kopf. Die Alba-Profis waren den gesamten Turnierverlauf über mental präsent, fokussiert und strotzten nur so vor Selbstbewusstsein. Der Pokalsieg Mitte Februar gegen Oldenburg hat sicherlich dazu beigetragen.

Hätte Berlin den Titel „normal“ auch geholt?

Um diese Frage beantworten zu können, wäre der berühmte Blick in die Kristallkugel notwendig. Fakt ist aber: Die Berliner zeigten sich auf den Punkt hin topvorbereitet, fokussiert und konzentriert. Sie haben ein souveränes Turnier gespielt und sind mit den Umständen – Quarantäne-Hotel, keine Zuschauer, Gruppenphase und ein verkürzter Playoff-Modus mit Hin- und Rückspiel sowie viele Spiele in kurzer Zeit – am besten klargekommen. Das lag wohl auch an der Euroleague-Erfahrung. Fakt ist aber auch: Alba stand vor der Corona-Zwangspause nur auf Platz vier, München führte die Tabelle souverän an, Ludwigsburg folgte auf Platz zwei und Crailsheim lag überraschend noch vor Berlin auf Rang drei. Die Liga war lange ausgeglichen – bis Corona kam. Doch letztlich sagt die Hauptrunde nicht viel aus, die Playoffs sind schließlich etwas Besonderes. Zumal Berlin immer ein heißer Kandidat auf den Titel ist – mit oder ohne Corona.

Wie geht es in der Bundesliga weiter?

Einen offiziellen Starttermin für die Saison 2020/21 gibt es noch nicht. Die neue Spielzeit solle aber bis „allerspätestens Mitte Oktober starten“, sagte Holz. Natürlich hofft die BBL auch wieder auf Zuschauer – und das möglichst früh. Holz: „Wir können wirtschaftlich nicht ohne Zuschauer spielen, oder wir bekommen staatliche Hilfen, um das zu kompensieren.“

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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