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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Neben Baskets wirken Riesen klein

18.03.2019

Oldenburg Es hatte bis dahin ja ohnehin schon alles geklappt, also setzte Vojdan Stojanovski zum Kunstschuss an. In der letzten Sekunde der ersten Halbzeit nahm der Mazedonier der EWE Baskets weit aus der eigenen Hälfte Maß – und zielte per „Buzzerbeater“ derart genau, dass der Basketball durch die Reuse zischte. Das 63:35 war am Samstagabend vor 6000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften großen EWE-Arena der krönende Abschluss einer ersten Halbzeit, die aus Oldenburger Sicht nahe am Optimum rüttelte und die den Gästen aus Ludwigsburg alle Chancen auf einen Auswärtssieg nahm. Das Bild drängte sich einfach auf: Die Riesen wirkten ziemlich klein, als sie neben den Baskets in die Kabine schlichen.

Sechster Sieg in Serie

„Das war ein sehr, sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Wir hatten ein hohes Level in allen Segmenten und waren von Anfang an fokussiert“, lobte Baskets-Trainer Mladen Drijencic sein Team, das das Tempo aufgrund vieler Wechsel nach der Pause nicht so hoch halten konnte, den 100:71-Sieg und den sechsten Erfolg in Serie aber im Stile eines Spitzenteams nach Hause brachte.

Das musste auch John Patrick honorieren. „Ich mag euer Team. Respekt“, sagte der Coach der Gäste in Richtung von Baskets-Chef Hermann Schüller kurz vor der offiziellen Pressekonferenz nach der Partie, hob dabei demonstrativ den Daumen und nickte anerkennend. „Oldenburgs Mannschaft ist einfach stark. Sie haben uns überrollt“, würdigte der 51-Jährige danach die Leistung des Tabellenzweiten, machte aber auch deutlich: „Natürlich kann ich mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden sein.“

In dieser wurde Patricks Team, das traditionell für eine sehr aggressive und unkonventionelle Defensive steht, förmlich überrannt. Die Baskets spielten eine Woche nach dem 94:78-Erfolg bei Alba Berlin furios und voller Selbstvertrauen auf. Patricks erste Auszeit nach zwei Minuten beim Stand von 5:10 verpuffte. Als Oldenburgs Topscorer Philipp Schwethelm (16 Punkte) einen Dreier zum 25:12 versenkte, musste der Riesen-Coach nach noch nicht einmal sechs Minuten schon sein zweites Timeout ziehen.

„Ich bin sehr froh darüber, wie wir aufgetreten sind. Ludwigsburg ist eine Mannschaft, die physisch spielt und sich reinhängt, aber heute hatten wir einen ruhigen Abend“, resümierte Schwethelm später sichtlich entspannt. 33:18 führte sein Team bereits nach dem ersten Abschnitt, drückte fortan weiter das Gaspedal durch und schraubte den Vorsprung nach 19 Minuten bereits entscheidend auf 60:30 in die Höhe.

Im zweiten Viertel überragte vor allem Nathan Boothe, der von der Bank aus in insgesamt nur 19 Minuten 15 Punkte beisteuerte und zweitbester Baskets-Werfer wurde. Will Cummings (14 Punkte/sieben Assists) stellte die Riesen mit seiner Spritzigkeit immer wieder vor unlösbare Aufgaben, Rasid Mahalbasic (12) dominierte unter den Körben.

Keßen mit 100. Punkt

Und so konnte es sich Drijencic erlauben, bereits ab Mitte des dritten Viertels konsequent durchzuwechseln, der größte Vorsprung der Baskets betrug zwischenzeitlich sogar 38 Punkte (83:45). Während die etablierten Kräfte nun ausgelassen auf der Bank sogar die inzwischen durch die Arena kreisende (und in Oldenburg eher seltene) La Ola mitmachten, konnten Haris Hujic, Marko Bacak, Marcel Keßen und Robert Drijencic wichtige Bundesliga-Minuten sammeln. Zwar wurde das Baskets-Spiel naturgemäß dadurch etwas fehlerhafter, dennoch passte es zu diesem Abend, dass in Keßen ein Spieler aus der zweiten Reihe mit einem Dreier für den 100. Punkt der Baskets sorgte.

„Die Starter haben heute viel Spielzeit an die Jüngeren abgegeben, das ist etwas Außergewöhnliches. Ein Mahalbasic sagt zum Beispiel: Mir reichen die 15 Minuten heute, gib mal den Jungen etwas ab. Das ist großartig“, hob Drijencic das gute Klima in seiner Mannschaft hervor.

Einzelkritik:

Will Cummings (14 Punkte/7 Assists/24:14 Minuten Spielzeit): Seine Dynamik ist unwiderstehlich. Hatte schon zur Pause sieben Assists verteilt.

Haris Hujic (3 Punkte/1 Dreier/11:11 Minuten): Lenkte das Spiel nach der Halbzeit. Machte einen guten Job.

Karsten Tadda (0 Punkte/10:23): Der Verteidigungsminister war kaum gefordert und wurde ab dem dritten Viertel komplett geschont.

Frantz Massenat (11 Punkte/3 Dreier/4 Assists/25:42): Bekam am meisten Spielzeit aller Oldenburger. Nutzte dies für einige starke Aktionen.

Robert Drijencic (1 Punkt/6:16 Minuten): Von den Fans gefordert, durfte der Trainer-Sohn ran. Zog einmal energisch zum Korb, verwandelte einen seiner zwei Freiwürfe.

Marko Bacak (4 Punkte/10:09): Traf zwei seiner drei Versuche aus dem Feld.

Marcel Keßen (8 Punkte/2 Dreier/3 Rebounds/9:10): Ihm blieb es vorbehalten, aus der Distanz zum 100:71 zu verwandeln. Nutzte seine Minuten effektiv.

Vojdan Stojanovski (9 Punkte/1 Dreier/5 Rebounds/25:03 Minuten): Sehr auffällig, nicht nur aufgrund seines „Buzzerbeaters“. Leitete viele Angriffe sein.

Rickey Paulding (7 Punkte/1 Dreier/23:06 Minuten): Traf zu Beginn einen Dreier, hielt sich ansonsten zurück und ließ der jungen Garde den Vortritt.

Rasid Mahalbasic (12 Punkte/1 Dreier/8 Rebounds/15:00 Minuten): Dominierte in Halbzeit eins. Zeigte Größe, als er Drijencic auf der Bank zu verstehen gab, dass Bacak auf dem Parkett bleiben solle.

Philipp Schwethelm (16 Punkte/2 Dreier/20:31 Minuten): 100-Prozent-Quote bei Zweiern. Zeigte, warum er für den Allstar-Day nachnominiert wurde.

Nathan Boothe (15 Punkte/1 Dreier/3 Blocks/19:15 Minuten): Ganz stark im zweiten Viertel. Nach diesem hatte er bereits 14 Zähler.

Ludwigsburg: Crawford 2 Punkte, Best 8/1, McCray 2, Klassen 12, Klein 13/3, Knight 7/1, Waleskowski 9/1, Jones, von Fintel, Martin 11/1, Jallow 7/1.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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