OLDENBURG - Mit einem Kraftakt und einer Steigerung im letzten Viertel haben die Bundesliga-Basketballer der EWE Baskets Oldenburg das letzte Spiel des Jahres für sich entschieden. Mit 84:79 (40:41) setzten sie sich vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena gegen RP Ulm durch. Damit haben sie die Chance gewahrt, sich für die Ausscheidungsspiele um die Teilnahme an der Pokalendrunde zu qualifizieren, für die Platz sieben nötig ist.

Die Baskets, bei denen Louis Campbell mit 16 Punkten am besten traf, begannen verunsichert. Augenscheinlich hatte die Niederlage in Bamberg ihre Spuren hinterlassen. In der Defensive fanden sie keine Einstellung zu ihren Gegnern, in der Offensive zeigten sie unverständliche Schwächen beim Ausnutzen ihrer Möglichkeiten. Ganze 33 Prozent der Würfe fanden in den ersten zehn Minuten ihr Ziel.

Jetzt und im weiteren Verlauf des Spiels waren es vor allem Nationalspieler Robert Benzing und der 2,11 Meter große Center der Gäste, John Bryant, die den Baskets Probleme bereiteten. 7:13 lagen die Gastgeber nach sechs Minuten zurück, ehe sie sich zumindest in der Defensive etwas steigerten. Das reichte aus, um den Spielfluss der Gäste zu bremsen und den Anschluss herzustellen (14;15/8.). Am Ende des ersten Viertels reichte es sogar zu einer Führung (20:13).

Auch nach der Pause vermochten sich die Baskets nicht wesentlich zu steigern. Phasenweise erlaubten sie sich Aussetzer in der Defensive, die die Ulmer für sich zu nutzen wussten (23:22). Und im Angriff verpufften zu viele Aktionen, weil der Ball nicht kontrolliert oder das Ziel verfehlt wurde.

Zumindest erwachte jetzt bei den Baskets der Kampfgeist. Mindaugas Lukauskis, einer der Aktivposten im Oldenburger Trikot, und Luka Bogdanovic bei seinem Heimdebüt waren es, die die Oldenburger im Spiel hielten und dafür sorgten, dass zur Pause noch auf den Heimsieg gehofft werden durfte.

Zwei Dunkings und ein spektakulärer Block durch Aron Baynes ließen die Fans der Baskets unmittelbar nach dem Wechsel jubeln. Aber nur kurz, denn in der Defensive stellte ihre Mannschaft die Arbeit ein und ermöglichte Ulm eine 57:49-Führung (27.).

Oliver Stevic mit einem Drei-Punkt-Spiel und Daniel Hain mit einem Dreier zum 57:59 am Ende des dritten Viertels aber weckten die Lebensgeister der Mannschaft. Mit Kampf drehten sie im letzten Viertel die Partie noch. Campbell mit acht Punkten in Folge zum 80:75 sicherte den Sieg, der lange am seidenen Fanden hing.