OLDENBURG - Hagen darf man zu keinem Moment unterschätzen, hatte Trainer Predrag Krunic seine Spieler der EWE Baskets Oldenburg vor dem Heimspiel in der Basketball-Bundesliga gegen Phoenix Hagen gewarnt. Unmittelbar nach dem Wechsel machten die Spieler vor 3100 Zuschauern in der EWE-Arena deutlich, dass seine Worte bei ihnen auf Gehör gestoßen waren. Als Hagen binnen drei Minuten aus dem 34:43-Pausenrückstand auf 43:43 ausgeglichen hatte, gaben sie prompt die richtige Antwort. Mit einem 12:0-Lauf setzten sie sich auf 55:43 (24. Minute) ab und legten damit den Grundstein zum am Ende verdienten 86:70 (43:34)-Sieg. Ronnie Burrell war für die Baskets, die auf dem am Fuß verletzten Robin Smeulders wenigstens noch eine Woche verzichten müssen, mit 19 Zählern der beste Punktesammler.
Der Rest in dieser über weite Strecken unterhaltsamen Partie war eigentlich nur noch Formsache. Auch, weil die Baskets neben gelegentlichen leichtfertigen Ballverlusten und vergebenen Würfen sich immer wieder auf ihre Stärken besannen. Und die lagen an diesem Abend in einer konzentrierten und aggressiven Defensive sowie in der Stärke unter den Körben. 48 Rebounds angelten sie sich hier gegen die körperlich unterlegenen Gäste.
Nach 26 Minuten hatten sich die Baskets dann zum ersten Mal auf 15 Punkte abgesetzt (62:47). Dieser Vorsprung schrumpfte zwischenzeitlich mal wieder auf zehn Punkte. Das lag auch daran, weil sie sich mit Blick auf das Heimspiel der Euro-Challenge am Dienstag (20 Uhr) gegen Fuenlabrada etwas schonten. In Gefahr, ihn gänzlich abzugeben, kamen die Oldenburger am späten Sonntagnachmittag nicht mehr.
Hagen entpuppte sich von der ersten Minute an als der erwartet unbequeme Gegner. Die Westfalen attackierten früh und waren nach Ballgewinnen blitzschnell in der Nähe des Oldenburger Korbes. Die Baskets ihrerseits hatten in den Trainingseinheiten dieser Woche aber augenscheinlich ihre Hausaufgaben gemacht. Sie formierten sich postwendend in der Defensive und ließen es nur selten zu, dass die Gäste zu schnellen Punkten kamen. So machten die Oldenburger aus dem frühen 0:6 (3. Minute) mit Geduld und Kombinationsspiel eine 11:6-Führung. Auch nach zehn Minuten (22:19) hatten sie die Nase vorne.
Dass die Bank der Baskets in dieser Saison besser besetzt ist als im Jahr zuvor, wurde in der Folge deutlich. Bobby Brown bleib aus der Anfangsfünf übrig. Zusammen mit Dominik Bahiense de Mello, Milan Majstorovic, Jannik Freese und Sead Sehovic bot Krunic eine Formation auf, die Hagen nicht nur auf gleicher Höhe begegnete, sondern es auch verstand, den Vorsprung bis zur Pause auf neun Punkte auszubauen. So konnte auch aufgefangen werden, dass Center Adam Chubb schon früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte.
Unmittelbar nach dem Wechsel drohte die Partie zu kippen. Das ließen die Baskets an diesem Tag aber nicht zu.
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