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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Baskets fehlt Rezept gegen Riesen

03.01.2018

Oldenburg Ernüchterung bei den EWE Baskets Oldenburg zum Jahresauftakt: Der deutsche Basketball-Vizemeister verlor am Dienstagabend sein Heimspiel gegen die Riesen Ludwigsburg mit 79:87 (40:53) und kassierte damit die erste Niederlage in der Bundesliga nach zuvor drei Siegen in Folge.

Durch die verdiente Pleite rutschten die Oldenburger in der Tabelle auf Rang neun ab und verspielten auch die letzte Chance auf die Teilnahme an den Pokal-Qualifikationsspielen. Vor 5633 Zuschauern in der großen EWE-Arena bekamen personell geschwächte Baskets vom neuen Tabellenzweiten aus Ludwigsburg die Grenzen aufgezeigt. Mickey McConnell und Frantz Massenat erzielten jeweils 17 Zähler und waren damit beste Werfer der Gastgeber. Für die starken Gäste avancierte Thomas Walkup mit 22 Punkten zum Topscorer.

Die Trainer-Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Trainer Oldenburg): „Ausschlaggebend waren die letzten 15 Minuten in der ersten Halbzeit. Wir haben uns von der gegnerischen Presse beeindrucken lassen und die Aggressivität im Ballvortrag verloren.“ John Patrick (Ludwigsburg): „Das war ein sehr intensives Spiel von beiden Teams. Oldenburg hat bis zum Ende nie aufgegeben. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, dass sie hier in dieser Atmosphäre bestanden haben.“

Wie schon beim Sieg in Bremerhaven fehlte bei den Oldenburgern Maxime De Zeeuw, den eine Entzündung im Fuß außer Gefecht setzt. Da auch der erst am Silvestertag verpflichtete Armani Moore noch nicht im Kader stand, agierte das Team von Trainer Mladen Drijencic überwiegend nur mit einer Achter-Rotation, zu der nur vier statt wie sonst üblich sechs ausländische Profis zählten.

Trotz der dünnen Personaldecke drückten die Baskets zu Beginn aufs Tempo: Massenat sorgte mit einem Dreier nach 20 Sekunden für einen gelungenen Auftakt, Rickey Paulding traf wenig später zum 13:7 (4. Minute). Danach aber demonstrierten die Ludwigsburger, warum sie zu den besten Defensivmannschaften der Liga zählen: Die Schwaben attackierten Oldenburg schon ganz früh im Spielaufbau und machten auch den Weg zum Korb dicht, so dass das Offensivspiel der Baskets zum Erliegen kam. Nach sechs Minuten übernahmen die Ludwigsburger erstmals die Führung (17:16), die sie in der Folge auf 17 Punkte ausbauten (44:27/18.).

Den Oldenburgern fehlte ein Rezept, um sich aus der teilweise buchstäblichen Umklammerung der Gäste zu befreien. Die Offensivbemühungen der verunsichert wirkenden Baskets sahen zumeist kläglich aus, was sich auch in satten zwölf Ballverlusten in der ersten Hälfte ausdrückte.

In der Kabine fand Baskets-Coach Drijencic offenbar genau die richtigen Worte, denn sein Team präsentierte sich nach Wiederbeginn wie ausgewechselt und nahm den Kampf an. Rasid Mahalbasic schloss einen 9:0-Lauf der Gastgeber zum 49:53 ab (24.), dann verkürzte McConnell den Rückstand per Dreier sogar auf zwei Zähler (56:58/27.). Die Partie schien zu kippen, doch Ludwigsburg konterte im Stile eines Spitzenteams.

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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