OLDENBURG - Nur eins der vergangenen 16 Spiele hat TBB Trier zuletzt in der Basketball-Bundesliga gewonnen und ist dadurch auf den viertletzten Platz abgerutscht. Für die Verantwortlichen des Clubs Anlass genug, sich von Trainer Yves Defraigne zu trennen. Am Freitagnachmittag präsentierten sie mit Aaron McCarthy eine neue Kraft. Mit ihr soll der Klassenerhalt in den noch verbleibenden sieben Spielen perfekt gemacht werden.

Das lässt die Aufgabe für den deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg an diesem Sonntag (17 Uhr) an der Mosel noch schwerer werden, als es Trainer Predrag Krunic ohnehin erwartet hätte. Viel verändern wird McCarthy in 24 Stunden sicher nicht können. Der Wechsel könnte aber für die Psyche der Trierer Spieler gut sein. Zumindest erwartet dies Krunic. Wie es seine Art ist, lässt er sich durch die neue Entwicklung in der Moselstadt nicht aus der Ruhe bringen. Die Niederlagen täuschten etwas über die Leistungen des Teams hinweg. Auch zuletzt in Berlin, als die Trierer 68:82 verloren haben, hätten sie bis in die Schlussphase mitgehalten, sagt Krunic.

In Trier erwartet er von seinen Spielern, dass sie wie bei den vergangenen Auswärtssiegen in Braunschweig und Paderborn von der ersten Minute hellwach sind. „Wir konzentrieren uns auf unser Spiel. Gelingt uns das, haben wir gute Siegchancen“, so der Oldenburger Trainer, der seine Mannschaft dennoch auf die neue Entwicklung in Trier vorbereitet hat.

„Wir mussten reagieren“, sagte Triers Manager Lothar Hermeling vor dem Spiel gegen die Baskets und ergänzte: „McCarthy hat schon mehrfach bewiesen, dass er als Feuerwehrmann Erfolge feiern kann.“

Der 48-Jährige war bereits in der Bundesliga in Würzburg und Tübingen tätig. Außerdem arbeitete er in Belgien und Finnland erfolgreich. Er ist davon überzeugt, dass Trier der Bundesliga erhalten bleibt: „In diesem Team steckt viel Potenzial“, erklärte er nach ersten Beobachtungen.

Ob der Trainerwechsel allerdings durchschlägt, muss sich noch zeigen. Trierer Spieler sollen sich für Defraigne ausgesprochen haben. Sie sehen den Manager als Ursache der Misere, der ihnen im Dezember mitteilte, dass die Gehälter gekürzt würden. Das kam bei den Spielern nicht gut an.