OLDENBURG - Videoanalyse ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsarbeit von Predrag Krunic. Seit Dienstag hat der Trainer des Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg auch ein Beispiel in seinem Archiv, wie er sich das Spiel der Mannschaft vorstellt. Denn das letzte Viertel beim 68:66-Sieg gegen TBB Trier gefiel ihm. „Da waren wir stark in der Defensive, spielten schnell und direkt in der Offensive und kamen zu leichten Punkten“, fasst der Trainer die Phase zusammen. Und genauso und noch etwas besser stellt er sich das Spiel vor, das er mit der neu formieren Mannschaft einmal dauerhafter zeigen möchte.
„Die Entwicklung des Teams ist gut“, erklärt der Trainer. Geholfen haben dürfte dabei auch das letzte Viertel. Hier durften die Spieler die Erfahrung machen, dass sie in der Lage sind, auch ein starkes Spiel abzuliefern.
Zudem konnte Krunic die Erkenntnis sammeln, dass seine personellen Alternativen wirklich größer geworden sind. „Robin Smeulders hat mehr Intensität in unser Spiel gebracht. Er war schnell und aggressiv“, lobte er den Flügelspieler. Smeulders vertrat den mit vier Fouls belasteten Steven Smith im letzten Viertel bestens.
Konzentriert aber etwas entspannter als vor der Partie gegen Trier gehen die Oldenburger das Spiel beim deutschen Rekordmeister Alba Berlin an diesem Sonntag (17 Uhr) an. „Vor dem Spiel am Dienstag war der Druck sehr groß“, gibt der Trainer preis. Eine Niederlage hätte der Stimmung nicht gut getan. Ein Sieg beim Gastspiel in Berlin ist nicht unbedingt Pflicht. Denn Alba ist im Vergleich zu den Oldenburgern schon wesentlich weiter. Alba hat sechs gute Spiele in der Qualifikation zur Euroleague bestritten. Zudem war der Umbruch beim Hauptstadt-Team nicht ganz so groß. Berlin stellt auch dieses Jahr wieder eine starke Mannschaft. Und in Sven Schultze, Patrick Femerling und Yassin Idbihi hat Trainer Luka Pavicevic starke deutsche Routiniers in den Kader geholt.
Am meisten machten bei den bisher drei Siegen in den drei Bundesligaspielen andere Aktive auf sich aufmerksam: Tadija Dragicevic erzielte im Schnitt 16,7 Punkte pro Spiel und Julius Jenkins 11,7. Alleine sie zu stoppen, wird den Baskets viel abverlangen. Ob sie dazu schon in der Lage sind, wird sich zeigen.
