OLDENBURG - Intensive Zweikämpfe, spektakuläre Aktionen und eine bis in die Schlussphase spannende Begegnung: Das Derby der Basketball-Bundesliga zwischen dem deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg und den Artland Dragons Quakenbrück hat das gehalten, was sich die 3148 Zuschauer in der ausverkauften EWE-Arena erhofft hatten. Am Ende hatten die Gastgeber mit 66:62 (27:24) das bessere Ende für sich. Damit bleiben sie, bei denen Rickey Paulding bester Werfer (16) war, in dieser Saison zu Hause ungeschlagen.

„Wir gewinnen die Spiele in der Defensive“, meinte Co-Trainer Ralph Held am Ende der 40 höchst unterhaltsamen Minuten. Eine starke Leistung gegen die überzeugenden Südoldenburger war auch dringend nötig, denn in der Offensive offenbarten die Gastgeber ungewohnte Schwächen aus der Distanz. Ein Team, das drei von 23 Würfen jenseits der Drei-Punkte-Linie verwertet, geht normalerweise nicht als Sieger vom Platz. Nicht so die Baskets.

Nach sechs Minuten (2:7) hatten die Spieler erkannt, dass eine außergewöhnliche Leistung notwendig ist, um den Heimnimbus zu wahren. Mit jeder Sekunde wurde die Gästeoffensive enger und härter attackiert. Nach zehn Minuten (12:12) waren die Baskets wieder auf Augenhöhe mit den Gegnern, die mit einer guten Vorstellung ihren Teil zu diesem sehenswerten Spiel beitrugen. Die Oldenburger aber waren in der Folge in den entscheidenden Momenten einen Tick sicherer.

Zwar versuchten die Baskets weiter vergeblich, aus der Distanz zu punkten. Erfolgreicher waren ihre Bemühungen über die Zone. Entweder wurde direkt gepunktet, oder die Spieler trafen nach Fouls von der Freiwurflinie (Quote 72 Prozent). Quakenbrück hielt aber immer dagegen, so dass sich die Baskets bis zum Ende des dritten Viertels nie mit mehr als sechs Punkten absetzen konnten.

Auch sechs Minuten vor dem Ende, als Joshua Carter mit einem Dreier zum 55:48 traf, durften sich die Baskets noch immer nicht auf der Siegerstraße fühlen. Quakenbrück kämpfte – Oldenburg patzte (57:55). Zwei Minuten vor dem Ende (59:59) war alles wieder offen.

Der Rest war Nervensache: Jetzt war die Fehlerquote der bis zur letzten Sekunde kämpfenden Gastgeber geringfügig niedriger als die der Gäste. Das machte letztlich in diesem packenden Spiel den Unterschied aus.

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