OLDENBURG - 2900 Zuschauer sahen einen bemühten Debütanten Scott. Penigar und Fischer führten die Baskets zum Sieg.

von Michael Schiffbänker

OLDENBURG - Neun Minuten dauerte es, dann war Tyron McCoy wieder da. Mit zwei Punkten aus der Mitteldistanz beim 74:64 (34:27)-Sieg der EWE Baskets Oldenburg über Sellbytel Nürnberg meldete sich der Baskets-Kapitän gestern Nachmittag zurück in der Basketball-Bundesliga. Nicht eindrucksvoll zwar, dafür aber lautstark gefeiert von den 2900 Zuschauern in der EWE-Arena.

„Ich hatte am Donnerstag noch einen kleinen schmerzhaften Rückschlag im Training, aber heute ging es wieder“, berichtete McCoy, dem bei seinem Saison-Heimdebüt sechs Punkte und sechs Assists gelangen.

Richtig. Es ging. Überragend oder gar zukunftsweisend war das Spiel der Baskets beim ersten Heimsieg der Saison nicht. „Wir haben noch eine Menge Potenzial“, weiß McCoy.

Eine Standortbestimmung war die Partie gegen Nürnberg nicht. Die am siebten Spieltag weiterhin sieglosen Franken handelten vor allem in der ersten Halbzeit glücklos und ohne Elan. Nur 27 Prozent ihrer Schüsse fanden das Ziel. „Defizite in der Exekution unserer Angriffe“, nannte Coach Stephan Harlander das Phänomen der gehemmten Wurfhände beim Tabellenletzten. Allerdings habe die Oldenburger Defensive seinen Mannen auch wenig Raum gegeben.

Ob es nun an der guten Verteidigung lag oder an der Nürnberger Abschlussschwäche – die Baskets beherrschten die ersten drei Viertel vor allem dank der treffsicheren Desmond Penigar und D’or Fischer. Trotzdem verpassten es die Baskets, sich entscheidend abzusetzen. „Wir haben zu viele Offensiv-Rebounds abgegeben und zu viele Lücken in der Offensive gehabt“, deutete Baskets-Trainer Don Beck an, woran es bei seiner Mannschaft hapert.

So wunderte es auch wenig, dass Nürnberg nach einem 5:0-Lauf sieben Minuten vor dem Ende auf drei Punkte herankam (58:55). „Da hatten wir das Gefühl: Da geht noch was“, sagte Harlander. Doch es kam anders. Penigar, McCoy und Fischer antworteten. Vier Minuten nach dem Nürnberger Aufbäumen stand es 69:58, die Gäste gaben sich geschlagen.

„Es war ein wundervoller Einstand. Wenn man gewinnt, ist das immer ein guter Anfang“, sagte Baskets-Neuling Edward Scott nach seiner Bundesliga-Premiere. Mit vier Assists in 8:22 Minuten Einsatzzeit deutete der Aufbauspieler seinen Wert für das Oldenburger Team an.

Die Baskets können nach zwei Siegen in Folge hoffnungsvoller nach Bamberg (Sonntag, 17.05 Uhr/Premiere) fahren. Und wenn man den Worten von Harlander Glauben schenken darf, dann ist Oldenburg ohnehin „aus dem Gröbsten raus“.