Oldenburg - Das Spiel hatte seine Mannschaft verloren, Marko Bacak durfte sich dennoch als ein Gewinner des Abends fühlen. Bei der 78:84-Niederlage der EWE Baskets Oldenburg gegen den AS Monaco zeigte der 22-jährige Center keinerlei Respekt vor den Stars der Monegassen und erhielt während der Champions-League-Partie mehrmals Szenenapplaus von den 2507 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena.

„Marko hat seine Chance genutzt“, lobte Trainer Mladen Drijencic seinen Youngster, der gegen das Spitzenteam aus dem Fürstentum in die Bresche sprang, als Rasid Mahalbasic im dritten Viertel mit Foulproblemen für längere Zeit auf die Bank musste. Bacak trug mit vielen guten Aktionen zur stärksten Phase der Oldenburger Basketballer bei, in seinem insgesamt elfminütigen Einsatz bestach er mit acht Punkten, einer 100-prozentigen Trefferquote und empfahl sich damit für einen weiteren längeren Einsatz im Bundesligaspiel am Samstag (20.30 Uhr) in Gießen.

„Marko macht es gerade sehr gut und hilft uns in der derzeit engen Rotation auf den großen Positionen“, sagte Drijencic, der dem 2,09-Meter-Mann bereits zuvor im Ligaspiel gegen Braunschweig reichlich Spielzeit gegeben hatte. Bacak profitiert von der Formschwäche eines Isaiah Philmore sowie vom Ausfall von Maxime De Zeeuw. Den belgischen Power Forward setzt bereits seit einem knappen Monat eine Entzündung im Fuß außer Gefecht – wann der 30-Jährige ins Mannschaftstraining zurückkehren kann, ist weiterhin ungewiss.

Am späten Mittwochabend nach dem Monaco-Spiel wurden Drijencic und Sportmanager Srdjan Klaric bei einem Gespräch mit den behandelnden Medizinern auf den neuesten Stand gebracht. „Nach Aussage der Ärzte ist es keine langfristige Verletzung, die einen Ausfall von mehreren Monaten nach sich zieht“, sagte Klaric am Donnerstag.

Gleichwohl sei es schwierig, eine Prognose über De Zeeuws Rückkehr zu geben. Man wolle nun die nächsten zwei Wochen abwarten wie die Behandlung beim belgischen Nationalspieler anschlägt, so Klaric. Sollte sich danach herausstellen, dass De Zeeuw weiterhin pausieren muss, würden die Baskets wohl noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. „Denn irgendwann wird die Zeit knapp“, erklärte Klaric.