OLDENBURG - Gleich zwei Knaller mussten die Fans des Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg am Sonnabend verkraften. Während sie sich zunächst über den 84:67 (42:28)-Sieg ihrer Mannschaft bei den abstiegsgefährdeten Gießen 46ers freuten, atmeten sie nach dem zweiten tief durch. 25 Kilometer nach der Abfahrt aus Mittelhessen platzte ein Reifen ihres Busses – ohne Folgen. Die Fans kamen mit dem Schrecken davon und verspätet zu Hause an.
Zuvor hatten sie eine Baskets-Mannschaft gesehen, bei der die harte Arbeit der vergangenen zwei Wochen augenscheinlich Früchte trug. Im Hexenkessel der Sporthalle Ost ließ sich das Team von Trainer Ralph Held nur im dritten Viertel von seinem Weg abbringen: „Da haben wir sechs Minuten lang die Kontrolle über die Partie verloren“, meinte Held später. Dabei waren die Baskets mit einer scheinbar komfortablen 42:28-Führung in die zweite Hälfte gestartet. „Da haben wir den Gegnern erlaubt, ihre Stärken auszuspielen“, meinte Held. In der Abwehrmitte wurde sich dabei zu sehr auf Elvir Ovcina – mit 15 Punkten war der Ex-Oldenburger bester Werfer der Hessen – konzentriert, so dass die Flügelspieler zu freien Würfen kamen. Und mit jedem Treffer der Gastgeber wurden die Fans lauter. Durch einen 15:2-Lauf kam Gießen bis auf 46:47 (26.) heran. „Es spricht für mein Team, dass es nicht wie oft zuvor die Linie verloren hat“, lobte Held. Angeführt von dem überragenden Spielmacher Bobby Brown (mit 27 Punkten bester Oldenburger Werfer), der nicht nur seine Mitspieler in Position brachte, sondern auch schwierige Würfe traf und kaum zu verteidigen war, übernahmen die Baskets wieder die Initiative. Und sie kompensierten weiter als Team die Ausfälle von Ronnie Burrell (gesperrt) und Kenny Hasbrouck (verletzt). Mit einer 58:51-Führung der Baskets ging es ins letzte Viertel.
Und hier machten die Mannen um Kapitän Rickey Paulding deutlich, dass nur sie aus dieser Partie als Sieger hervorgehen wollten. Jetzt knüpften sie wieder an die guten Abwehrleistungen aus den ersten 20 Minuten an und ließen sich auch nicht von den Attacken der Gegner aus der Ruhe bringen. „Glückwunsch an Oldenburg“, meinte Gießens Trainer Björn Harmsen später: „Die Gäste haben auch bei unserem Run die Ruhe behalten und in einer wackligen Phase die richtigen Entscheidungen getroffen.“
Schon vor der Pause hatten die Baskets gezeigt, dass sie auf dem Weg nach oben sind. Sie verteidigten auf einem hohen Niveau, agierten mannschaftlich geschlossen und machten aus einer 14:13-Führung (10.) im zweiten Viertel eine 42:28-Pausenführung. Und als sie wenig später selbst die stärkste Phase der Gastgeber unbeschadet überstanden, waren sie auf Siegkurs.
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