OLDENBURG - Beide Mannschaften änderten zu Beginn der Saison ihre Kader – die Oldenburger mehr als die Berliner –, beide wurden nicht mit allen Veränderungen glücklich und mussten korrigieren: Unter ähnlichen Voraussetzungen gehen die Basketballer der EWE Baskets Oldenburg und Alba Berlin an diesem Sonnabend (20 Uhr/Sport 1) in das Bundesligaspiel in der EWE-Arena. Und dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied: Im Gegensatz zu den Oldenburgern, bei denen Trainer Predrag Krunic fest im Sattel sitzt, musste bei Alba Luka Pavicevic im Januar dem Israeli Muli Katzurin Platz machen.

Ist dies ein Vorteil oder Nachteil für die Baskets? Für Krunic macht das keinen Unterschied: „Alba ist immer ein starker Gegner. Egal, wer an der Linie oder auf dem Feld steht“, weiß der Oldenburger Trainer. Auch ist ihm klar, dass seine Spieler vor allem in der Defensive eine überragende Leistung bringen müssen, um die offensivstarken Gäste von der Spree zu bremsen. In Derrick Allen (16 Punkte im Schnitt pro Spiel) haben sie einen überragenden Flügelspieler und in Julius Jenkins (13,3) einen der besten Aufbauspieler der Liga in ihren Reihen. Und Jenkins hat vor zwei Wochen in dem Ex-Göttinger Taylor Rochestie einen Partner zur Seite gestellt bekommen, der ebenfalls nicht nur das Spiel lenken, sondern auch gut zum Korb ziehen und punkten kann. Da bleiben für den Nationalmannschaftsspielmacher Heiko Schaffartzik nur wenige Minuten, um seine Klasse unter Beweis zu stellen.

Klar ist, dass die Oldenburger besser verteidigen müssen als vor einer Woche bei der 89:93-Niederlage in Tübingen. Trotz dieser Pleite sieht Krunic sich und sein Team aber auf dem richtigen Weg, schließlich seien Luka Bogdanovic und Rickey Paulding in Tübingen krankheitsbedingt geschwächt gewesen. „Jetzt sind sie wieder fit“, sagt Krunic. Das ist auch dringend nötig, denn auch Alba ist nach Erkenntnis von Geschäftsführer Marco Baldi auf dem richtigen Weg zurück dahin, wo der Club hin möchte.

Baldi zählt übrigens die Baskets zu den Spitzenteams der Liga und erwartet von der Mannschaft noch einiges im Verlauf dieser Spielzeit. Die Oldenburger Mannschaft erfülle vom Personal her „internationale Ansprüche“, meint der 48-Jährige, der die Baskets auf jeden Fall in den Playoffs um den Titel erwartet. Ob die Mannschaft seine Einschätzung bestätigen kann? Die Chance, die passende Antwort zu geben, hat sie am Sonnabend auf dem Feld.