OLDENBURG - Einen Vorteil hat das Lesen eines Buches gegenüber dem Besuch eines Basketballspiels. Man kann sofort auf der letzten Seite nachschlagen, um zu erfahren, wie es ausgeht. Die Anhänger der EWE Baskets Oldenburg müssen dagegen an diesem Freitag (20 Uhr, EWE-Arena) 40 Minuten lang hoffen und bangen, um zu erfahren, wie das noch nicht ausverkaufte Bundesliga-Spitzenspiel gegen Tigers Tübingen endet. Mit einem Erfolg sowie einem weiteren zwei Tage später bei den Phantoms Braunschweig am Sonntag (16.30 Uhr/VW-Halle) könnte sich die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic in der oberen Tabellenregion breitmachen.

In ähnlicher Frühform ist der Vizemeister des Vorjahres vor seinen beiden Heimspielen. Doch auch wenn die Artland Dragons sieben der vergangenen acht Spiele gegen TBB Trier gewinnen konnten, ein Selbstläufer wird die Heimpartie an diesem Freitag (19.30 Uhr, Artland Arena) nicht. Die Auswahl von Trainer Joe Whelton kommt nach dem Sieg gegen Ludwigsburg mit viel Selbstbewusstsein nach Quakenbrück.

Beim Heimspiel der Dragons gegen die Eisbären Bremerhaven an diesem Sonntag (17 Uhr, Artland Arena) trifft Quakenbrücks Zugang Adam Chubb auf seinen Ex-Verein; in der vergangenen Saison trat der 26-Jährige noch für die Eisbären an. „Ich treffe zwar alte Mitspieler wie Zygimantas Jonusas, Jannis Michael und Richard Guinn, dennoch ist es für mich ein ganz normales Spiel“, sagt der Center. Einen großen Vorteil sieht er darin nicht: „Die Spielsysteme ändern sich von Saison zu Saison. Beim Test in Bremerhaven habe ich allerdings gemerkt, dass mir Dinge bekannt vorkommen.“ Vielleicht hat Chubb heimlich schon die letzte Seite gelesen.