OLDENBURG - Rätselraten war im Verlauf der Woche bei den Bundesliga-Basketballern der EWE Baskets Oldenburg angesagt. Das Rätsel: Woran lag es, dass die Mannschaft nach starken 24 Minuten im Gastspiel bei der BG Göttingen total den Rhythmus und am Ende das Spiel deutlich 68:80 verloren hatte?

Ein Faktor war sicher Gegner Göttingen, der sich nach der Pause in eine unglaubliche Form steigerte. Mit jedem Punktgewinn wurde das Spiel der Südniedersachsen besser und präziser. Dem entgegen stand die Entwicklung bei den Baskets. Die wähnten sich zwischenzeitlich vielleicht auch schon auf der sicheren Seite und konnten sich nicht mehr steigern, als Göttingen in Schwung kam. Jetzt machte sich bemerkbar, dass die Oldenburger eine neue Mannschaft haben und noch nicht alle Räder perfekt ineinandergreifen.

An diesem Sonnabend (20 Uhr, EWE-Arena) müssen die Oldenburger das Rätsel Tigers Tübingen lösen. Wie kann die Mannschaft bezwungen und der vierte Heimsieg der laufenden Saison eingefahren werden? Ein Mittel dazu ist wohl, den Spielmacher der Tigers, den Ex-Oldenburger Branislav Ratkovica, in den Griff zu bekommen. Denn der hat sich bei den Süddeutschen, die mit 2:4 Punkten in die Saison gestartet sind, zu einem überdurchschnittlichen Aufbauspieler entwickelt, der jedem Team der Liga gut zu Gesicht stehen würde. Insbesondere in Oldenburg möchte er zeigen, dass auch er eine Option im Spielaufbau hätte sein können. Nemanja Protic oder wer auch immer sich in der Oldenburger Defensive um den Serben kümmern wird, muss schon einen guten Tag erwischen, um ihn in den Griff zu bekommen. Zuletzt glänzte Ratkovica mit elf Assists beim Sieg der Tübinger über Neuling Bayreuth.

Als herausragender Zugang hat sich bei den Tigers Anatoly Kashirov entwickelt. 14 Punkte hat der 2,14 Meter große russische Center im Schnitt in den drei Partien erzielt. Kaum schlechter zielte der Ex-Göttinger Chris Oliver (13,3), der vom Flügel und als Center Treffsicherheit beweist.

Die Oldenburger Defensive muss schon auf der Hut sein, wenn sie Herr in der EWE-Arena bleiben möchte, die noch nicht ganz ausverkauft ist. Und ein Sieg soll auf jeden Fall her, denn die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic möchte auch in den kommenden Wochen im Vorderfeld der Tabelle präsent sein.