OLDENBURG - Eine ganze Menge müssen die Verantwortlichen des deutschen Meisters EWE Baskets Oldenburg noch vor Beginn der neuen Basketball-Saison stemmen. Sie müssen nicht nur dafür sorgen, dass auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Feld steht, sondern auch die Rahmenbedingungen für die Teilnahme an der Euroleague zu erfüllen.
Die wichtigste Anforderung: Der Verein muss eine Halle vorweisen, in der 5000 Sitzplätze vorhanden sind. Das kann in Oldenburg nur die Messehalle sein. Entsprechend hat Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller schon Kontakt mit Jan Wartemann von der Weser-Ems-Halle GmbH aufgenommen. Schüller strebt auch an, dass herausragende Bundesligaspiele hier ausgetragen werden, um seitens des Vereins dem gestiegenen Zuschauerinteresse gerecht zu werden. „Da schauen wir, welche Möglichkeiten wir haben“, meint der Geschäftsführer, der mittelfristig hofft, mit seinem Team in einer neuen, größeren Halle spielen zu können.
Neuland kommt auf die Baskets in der Euroleague auch in Sachen Fernseh-Präsentation ihrer Spiele zu. Jede Mannschaft muss einen Anbieter vorweisen, der die Spiele in einer entsprechenden Qualität produziert und die Signale an die Euroleague weiterleitet. Ohne einen Vertrag wird die Mannschaft nicht für die höchste europäische Liga zugelassen. Schüller rechnet damit, dass dies einen sechsstelligen Eurobetrag kosten wird. Auch das ist ein Grund, warum die Baskets in der kommenden Saison ihren Etat auf etwa 6,2 Millionen Euro erhöhen werden. Denn auch bei den anstehenden Fahrten wird Oldenburg noch tiefer in die Tasche greifen müssen als zuletzt in der Euro-Challenge.
Finanziell wird die kommende Saison für die Baskets nach Information von Schüller keine risikoreiche werden. „Wir sind gut aufgestellt“, meint er. Drei Hauptsponsoren bilden das Rückgrat. Dazu kommen noch der Basketball Business Club und die „Baskets 100“. Neu ins Leben gerufen werden soll ein Basketball-VIP-Club, der speziell für freiberufliche Dienstleister gedacht ist. „Wir haben hier eine starke Nachfrage registriert“, schildert der Macher des Meisters.
