OLDENBURG - Nachdem die EWE Baskets Oldenburg mit dem frühen Aus in Eurocup und BBL-Pokal zwei Saisonziele verpasst haben, können sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, das dritte Saisonziel, die Teilnahme an den Playoff-Spielen um die deutsche Meisterschaft, zu erreichen. Am Freitagabend setzte sich die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic unter dem Jubel der 3148 Zuschauer in der ausverkauften EWE-Arena 87:60 (40:30) gegen BBC Bayreuth durch. Beste Punktesammler der Oldenburger waren Oliver Stevic (16 Punkte) und Louis Campbell (13). Bereits am Sonntag (18 Uhr) erwarten die Baskets die Eisbären Bremerhaven.

Krunic wartete überraschend in seiner Anfangsfünf mit zwei Veränderung auf: Für die zuletzt enttäuschenden Louis Campbell und Oliver Stevic brachte er Eddie Gill und Luka Bogdanovic. Das schien sich auszuzahlen. Die Baskets verteidigten aggressiv, zeigten Einsatz, kamen zu Ballgewinnen und zur 6:0-Führung. Dann leisteten sie sich Konzentrationsfehler, die Bayreuth zu ersten Punkten und einer 11:8-Führung kommen ließen. Zum Viertelende führte Oldenburg 16:15. „Wir hatten keinen guten Rhythmus im Angriff, haben dies aber durch eine Verteidigung kompensiert“, meinte Krunic nach dem Spiel.

Bis zur 17. Minute konnten die Gäste noch mithalten. Dann gelang es den Oldenburgern, die besser als zuletzt spielten, sich durch einen 14:4-Lauf auf 40:30 bis zur Pause abzusetzen. Sie verteidigten weiterhin gut, hatten die bessere Spielanlage und stellten das bessere Team. Gill mit zwei Würfen aus der Nahdistanz und Rickey Paulding mit vier Punkten hatten maßgeblichen Anteil daran. Aber auch Stevic und Campbell zeigten sich verbessert. Hätten die Baskets ihre guten Spielzüge auch alle entsprechend sicher abgeschlossen, hätte die Führung gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste noch deutlicher sein können.

Mit diesem Zwischenspurt hatten die Baskets den entscheidenden Schritt Richtung Sieg gemacht. Nach der Pause knüpften sie nahtlos an die Vorstellung an, verteidigten aggressiv und bauten die Führung immer weiter aus. Nach 26 Minuten (54:34) betrug die Führung erstmals 20 Punkte. Jetzt war es das Spiel, das sich die Oldenburger Fans schon lange einmal gewünscht hatte: Ihr Team dominierte, bot auch spielerisch einige Leckerbissen und sorgte dafür, dass es diesmal zu keinem Nervenflattern mehr kam. Auch dann nicht, als in Acha Njei, Robin Smeulders, Chris McNaughton und Daniel Hain alle vier deutschen Spieler auf dem Feld standen.

Im Gegenteil: In den letzten Minuten standen die Fans, bejubelten den Sieg und feierten ihr Team.