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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Dünne Personaldecke bereitet Baskets Sorgen

04.01.2018

Oldenburg Es war Mladen Drijencic hoch anzurechnen, dass er die 79:87-Niederlage seiner EWE Baskets Oldenburg gegen die Riesen Ludwigsburg nicht mit der dünnen Personaldecke zu erklären versuchte. „Wenn man 20 Ballverluste macht – allein zwölf davon in Hälfte eins – dann muss man schon viele andere Dinge besser machen, um trotzdem gewinnen zu können“, nannte der Trainer das Hauptproblem des Basketball-Bundesligisten im Heimspiel gegen die Überraschungsmannschaft der Saison aus Ludwigsburg.

Nur ein Power Forward

Erst auf Nachfrage kam Drijencic am Dienstagabend auf die Personalprobleme zu sprechen, die mit Sicherheit auch dazu beitrugen, dass sein Team den extrem aggressiven Ludwigsburgern nicht genügend entgegenzusetzen hatte. „Der Ausfall von Maxime De Zeeuw hat uns sehr weh getan“, meinte Oldenburgs Coach.

Durch das Fehlen des Belgiers stand Drijencic in Philipp Schwethelm lediglich ein Spieler für die Power-Forward-Position zur Verfügung. Die am Brett körperlich starken Ludwigsburger nutzten diesen Vorteil gnadenlos aus.

Der 30-jährige De Zeeuw hatte bereits beim Auswärtssieg in Bremerhaven kurz vor dem Jahreswechsel wegen einer Entzündung im Fuß passen müssen und saß am Dienstag mit einer Fußmanschette auf der Bank. „Ich kann derzeit nicht sagen, wann er zurückkommt“, sagte Drijencic über den belgischen Nationalspieler, der am Mittwochabend noch einmal von einem Spezialisten untersucht werden sollte.

Armani kann gegen Tübingen spielen

Zum Heimspiel gegen die Tigers Tübingen an diesem Sonntag (17.30 Uhr/große EWE-Arena) wird De Zeeuw wohl nicht rechtzeitig fit werden. Umso mehr freuen sich die Oldenburger auf das bevorstehende Debüt von Armani Moore gegen den Tabellenletzten.

Alle behördlichen Formalitäten seien laut Drijencic inzwischen geregelt, einem Einsatz von Moore im letzten Hinrundenspiel am Sonntag steht somit nichts im Wege. „Armani besitzt viele Eigenschaften, mit denen er uns helfen kann“, setzt Drijencic große Hoffnungen in den am Silvestertag vom polnischen Pokalsieger Zielona Gora verpflichteten US-Amerikaner.

Der 23-Jährige kann auf mehreren Positionen (Shooting Guard, Small Forward und Power Forward) eingesetzt werden – diese Vielseitigkeit können die Baskets derzeit dringend gebrauchen. So soll Moore unter anderem den zuletzt extrem beanspruchten Rickey Paulding entlasten.

Paulding stößt langsam an seine Grenzen

Der 35-jährige Kapitän stand gegen Ludwigsburg aus Mangel an Alternativen zum wiederholten Male fast über die gesamte Spielzeit auf dem Parkett und zeigte dabei erstmals Ermüdungserscheinungen. Das Baskets-Urgestein blieb offensiv mit nur sechs Punkten nahezu wirkungslos. „Rickey ist an seine Grenzen gestoßen“, bestätigte Drijencic den Eindruck, dass auch ein Ausnahme-Athlet wie Paulding nicht pausenlos Leistungen auf höchstem Niveau abrufen kann.

Enttäuschung herrschte bei den Baskets am Dienstag nicht nur über die Niederlage gegen Ludwigsburg, sondern auch über das damit endgültige Verpassen der Pokal-Qualifikationsspiele. „Natürlich wären wir gern im Pokal dabei gewesen“, sagte Drijencic: „Aber wir haben die Chance nicht heute, sondern bereits vorher vergeben.“

Keine Chance auf Pokal-Turnier

Nach der siebten Saisonniederlage haben die Oldenburger auch rechnerisch keine Möglichkeit mehr, in der gesonderten Pokal-Tabelle unter den ersten Sechs zu landen. Die besten sechs Teams dieser Tabelle ermitteln nach Ablauf der Hinrunde in K.o.-Spielen drei Teilnehmer für das Pokal-Finalturnier am 17./18. Februar in Ulm. Ratiopharm Ulm ist als Gastgeber bereits qualifiziert.