OLDENBURG - Rechtzeitig zu Beginn der Playoffs sind die Bundesliga-Basketballer der EWE Baskets Oldenburg wieder in Form gekommen. Rechtzeitig, um den Heimvorteil im ersten Kräftemessen mit den Skyliners Frankfurt zu nutzen. Rechtzeitig, um zu demonstrieren, dass mit ihnen wieder zu rechnen ist.
Perkovic gut ersetzt
„Wir richten uns nicht nach dem Gegner, sondern konzentrieren uns auf uns selbst.“ Den markigen Worten im Vorfeld des ersten Playoff-Spiels gegen die Hessen ließ Predrag Krunic, Trainer der Oldenburger, Taten folgen. Beeindruckend, wie Mannschaft und Coach den Ausfall von Jasmin Perkovic ausglichen: Milan Majstorovic spielte 40 Minuten durch und eine ganz starke Partie. Jason Gardner (36:40 Minuten) ließ sich auch durch harte Attacken nicht aus der Ruhe bringen. Und Rickey Paulding (37:12 Minuten) ließ immer wieder seine Schnelligkeit, seine Beweglichkeit und seine Treffsicherheit aufblitzen. Um diese drei herum setzte Krunic geschickt die anderen Spieler ein, so dass die Frankfurter, die personell aus dem Vollen schöpfen konnten, nur zweiter Sieger blieben.
Geschickte Wechsel
Geschickt wechselten Gardner und Je’Kel Foster die Positionen, so dass die Frankfurter sich in der Defensive immer wieder neu formieren mussten. Klug auch der Schachzug, Paulding phasenweise bis an die Grundlinie agieren zu lassen, um so Raum für Würfe aus dem Rückraum zu schaffen. Und das klappte gut.
In der Abwehr reagierte Krunic schnell auf verschiedene Offensivtaktiken der Gäste. Mal wurde Mann-gegen-Mann verteidigt, dann mit einer Zonenverteidigung die Passwege der Frankfurter unterbrochen. Lediglich Keith Simmons, Ilian Evtimov und Derrick Allen, die allesamt aus dem Rückraum zum Korb der Baskets zogen, bereiteten den Oldenburgern einige Male Sorgen.
Da aber die anderen Gästespieler in guter Obhut waren, konnten die Baskets dieses verkraften. „Nur 69 Punkte von Frankfurt, das ist in Ordnung“, war deshalb Co-Trainer Ralph Held zufrieden mit der Leistung seines Teams. Ähnlich und noch engagierter muss es am Donnerstag (17 Uhr) zu Werke gehen. Denn in Frankfurt werden die Skyliners alles versuchen, im Viertelfinal-Duell auszugleichen.
