OLDENBURG - Die Kunst, in der sich die Spieler der EWE Baskets Oldenburg zurzeit üben müssen, ist die, schnell zwischen den Auftritten auf europäischer Ebene und denen des Bundesliga-Alltags zu wechseln. Ganz besonders gilt dies an Spieltagen, in denen das Team von Trainer Predrag Krunic auf vermeintlich leichte Gegner trifft. So wie an diesem Sonntag, wenn die Oldenburger um 17 Uhr bei TBB Trier auflaufen müssen.
Leichte Gegner gibt aus Sicht des Oldenburger Trainers in dieser Liga nicht. Dennoch könnte Trier in Kategorie „leichter“ passen, denn die Mannschaft hat den Elan, den sie zu Beginn der Saison besaß und damit 6:2 Punkte holte, mittlerweile ein wenig verloren – 2:8 Punkte folgten danach. Dabei wurde deutlich, dass es dem Team des impulsiven Trainers Yves Defraigne noch ein wenig an Konstanz mangelt. Trifft es auf einen Gegner, der es spielen lässt, ist es aber für jede Überraschung gut.
Besondere Obacht werden die Oldenburger Triers Power-Forward Christopher Copeland schenken, der mit im Schnitt 18,6 Punkten pro Spiel erfolgreichster TBBer ist. Ihn zu bremsen wird das vorrangige Ziel der Baskets sein, die auch auf Center George Evans achten müssen, der wieder fit ist.
Ob die Oldenburger an die Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen können – zuletzt gab es fünf Siege in Folge in der Bundesliga – wird wohl wieder eine Sache des Kopfes sein. Im Spiel der Euro-Challenge in Banja Luka haben sie bewiesen, dass sie es momentan verstehen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nach einem schlechten Start steigerte sich die Mannschaft und gewann im Spiel stetig an Sicherheit. Mit einem starken Schlussspurt erkämpfte sie sich noch ein am Ende verdientes Unentschieden.
Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf gehen die Spieler, die trotz des häufigen Einsatzes alle frei von Verletzungen sind, in die Partie in Trier, wo in der vergangenen Saison 74:67 gewonnen wurde. Und sollte es ihnen gelingen, auf den Ligaalltag umzuschalten, steht dem sechsten Sieg in Folge nichts mehr im Weg.
