OLDENBURG - Knapp drei Jahre lang für den selben Verein zu spielen, ist in der von Einjahresverträgen geprägten Basketball-Bundesliga ungewöhnlich. Jannik Freese hat trotz seiner erst 25 Jahre ein solch langes Engagement bereits hinter sich. An diesem Freitag (20 Uhr, EWE-Arena) trifft er mit seinem Verein EWE Baskets Oldenburg (dort besitzt er einen Einjahresvertrag) auf seinen ehemaligen Club Gießen 46ers, wo er von 2008 bis 2011 spielte.
„Die Gießener Mannschaft wurde seit meinem Abschied zwar umgestellt, und ich kenne nur noch wenige Spieler aus meiner früheren Zeit. Aber gegen mein altes Team bin ich natürlich besonders motiviert“, sagt Center Freese.
So stehen bei den Gästen nur noch drei Spieler aus der vergangenen Spielzeit im Kader: US-Amerikaner Maurice Jeffers, der ehemalige Oldenburger Publikumsliebling Elvir Ovcina und Nachwuchsspieler Matthias Perl. Dem großen Umbruch folgt aber nicht gleich der große Erfolg. Das Bundesliga-Gründungsmitglied Gießen steht derzeit nur auf dem 14. Tabellenplatz.
Auch die Baskets, mit hohen Erwartungen in die Saison gegangen, konnten bisher noch nicht vollends überzeugen. Mit einem der höchsten Etats der Liga ausgestattet, liegen die Oldenburger derzeit auf dem achten Platz, der gerade noch zur Playoff-Teilnahme reichen würde.
Derweil fühlt sich der gebürtige Oldenburger Freese wohl in seiner alten und neuen Heimat. Nach seiner Highschool-Zeit in den USA wechselte Freese 2005 nach Braunschweig in die Zweite Bundesliga, um dort die ersten Schritte im deutschen Profi-Basketball zu gehen. Über die Stationen Lich und Gießen kam er im Sommer 2011 zurück in den Nordwesten. Der Grund für seine Rückkehr sei das Umfeld gewesen: „Ich wollte unbedingt bei einer Spitzenmannschaft spielen, die hohe Ziele verfolgt. Die habe ich hier in Oldenburg gefunden. Dazu kommt, dass Predrag Krunic ein großartiger Trainer ist, mit dem ich gerne zusammenarbeiten wollte.“
Dass er erst in vier der 13 bisher gespielten Ligapartien eingesetzt wurde, weiß der 25-Jährige einzuordnen: „Wenn man zu einem neuen Verein kommt, muss man sich seine Spielanteile und das Vertrauen vom Trainer erst erarbeiten. Erst nach der Saison kann man sagen, ob man mit der Entwicklung zufrieden war.“
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