OLDENBURG - Die EWE Baskets Oldenburg haben ihren Heimnimbus in der Basketball-Bundesliga gewahrt: Der deutsche Meister setzte sich am Mittwochabend vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena 81:59 (34:32) gegen Vizemeister Baskets Bonn durch. In dem phasenweise hektischen Spiel war Joshua Carter (20 Punkte) der beste Oldenburger Werfer. Das Team von Trainer Predrag Krunic, das vor allem im letzten Viertel zu gefallen wusste, hat damit auch einen großen Schritt Richtung Entscheidungsspiele des BBL-Pokals gemacht. Dazu reicht nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge Platz sieben am Ende der Hinrunde.

Tabellenführer Bonn musste in diesem Prestigeduell neben den verletzten Vincent Yarbrough und John Bowler krankheitsbedingt kurzfristig auf Center Chris Ensminger verzichten, so dass Gästetrainer Michael Koch mit Tim Ohlbrecht nur auf einen erfahrenen Center zurückgreifen konnte. Der wehrte sich nach Kräften, musste aber nach dem dritten Foul (17. Minute) etwas kürzer treten.

Bis dahin hatten die Oldenburger die Partie weitgehend bestimmt, weil sie in der Offensive schnell spielten und versuchten, ihre körperlichen Vorteile unter dem Bonner Korb auszuspielen. Zudem standen sie in der Defensive sehr kompakt und ließen kaum Würfe der Gäste aus der Distanz zu (23:15/10.).

Im zweiten Viertel wurde das Geschehen auf dem Feld emotionaler, phasenweise herrschte eine Stimmung wie in den Playoff-Finalspielen der vergangenen Saison. Zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen hatten ebenso ihren Anteil daran wie die Gäste, die sich jetzt körperlich stärker zur Wehr setzten. Das hinterließ bei den Gastgebern Eindruck. Sie trafen vor allem aus der Distanz nicht mehr, vergaben eine Vielzahl von Freiwürfen und erlaubten sich auch leichte Fehler. Bonn kam auf 32:26 (17.) heran und hatte zur Pause wieder den verdienten Anschluss geschafft.

Die Gäste glichen unmittelbar nach der Pause sogar aus (36:36/23.). Wie eine Erlösung für die Oldenburger Fans und ihn selbst waren dann die zwei Distanzwürfe, durch die der bis dahin glücklose Rickey Paulding seine Mannschaft 44:36 (26.) in Führung brachte. Das gab dem Team endlich die Portion Sicherheit, die es für die tolle Schlussphase brauchte.

Und als Joshua Carter und Milan Majstorovic zwei weitere Würfe aus der Distanz erfolgreich verwerten konnten, führten die Oldenburger zum ersten Mal in dieser packenden Partie mit zwölf Punkten (60:48/33.). Jetzt spielten sie befreit auf, trafen aus fast jeder Position und profitierten auch davon, dass den Gästen, bei denen jetzt nichts mehr klappte, die personellen Alternativen fehlten. Kontinuierlich bauten die Gastgeber ihre Führung aus.

Der neunte Heimsieg in Folge war zur Freude der jetzt begeisterten Fans perfekt. Die fühlten sich nun in die Tage der Meisterschaft im Juni zurückversetzt, als ihre Baskets sich gegen Bonn in fünf tollen Spielen durchsetzen konnten.

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