OLDENBURG - OLDENBURG/BAL - Die lange Garde gewinnt weiter an Höhe: Keine 24 Stunden nach der Bekanntgabe des Weggangs von Center Wilbur Johnson machten die EWE Baskets Oldenburg gestern Nägel mit Köpfen. Als vierten Neuzugang präsentierte der Basketball-Bundesligist den US-Amerikaner D´Or Fischer. Der 2,08 Meter große Center, der auch auf die große Flügelposition ausweichen kann, spielte zuletzt in der D-League für die Roanoke Dazzle/USA an der Seite des Ex-Oldenburgers Anthony Grundy.

Fischer ersetzt bei den Baskets, wie erwartet, David Dixon, der nach nur einem Jahr nicht mehr für das Oldenburger Team auflaufen wird. Für den 24-Jährigen ist Europa kein Neuland, denn eine Kurzvisite führte ihn 2005/06 zum polnischen Uleb-Cup-Teilnehmer Anwil Wloclawek. Anfang 2006 kehrte Fischer jedoch wieder in die USA zurück und kam in Roanoke in durchschnittlich 19,1 Minuten auf 6,1 Punkte und 5,1 Rebounds.

Fischer gilt als harter Arbeiter und war am College Backup hinter dem gerade in die NBA gewechselten Kevin Pittsnogle. Ebenfalls Teamkollege bei West Virginia war Johannes Herber, deutscher Nationalspieler und Neuzugang bei Alba Berlin. „D´Or ist ein Spieler, der viel Talent mitbringt“, sagt Baskets-Coach Beck. Bei der Orlando Summerleague hatte Fischer versucht, sich für die NBA zu empfehlen, musste dieses Vorhaben nach drei guten Vorstellungen aber mit einer mittlerweile auskurierten Verletzung abbrechen.

Fischer ist nach Ajmal Basit, Carl Krauser und Terry Black der vierte Neuzugang bei Baskets. Zu diesem Quartett und den drei verbliebenen Vorjahres-Akteuren Daniel Strauch, Desmond Penigar und Tyron McCoy sollen sich schon in den nächsten Tagen mindestens zwei weitere Profis gesellen.