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Basketball Oldenburger biegen auf Zielgerade ein

OLDENBURG - Gleich zweimal sind die EWE Baskets Oldenburg am Osterwochenende im Einsatz. Nach dem Derby an diesem Sonnabend (20 Uhr, Artland-Arena) bei den Artland Dragons Quakenbrück tritt der deutsche Basketball-Meister am Ostermontag (19 Uhr, Phoenix-Halle) beim Aufsteiger Phoenix Hagen an. In beide Partien gehen die Oldenburger als Favorit, wobei die Rollen am Montag ungleich klarer verteilt sein dürften als am Sonnabend.

Oldenburg in Statistik vorn

Zum 14. Mal stehen sich Quakenbrück und Oldenburg in der Bundesliga gegenüber. Die Artländer entschieden von den bisherigen 13 Vergleichen fünf für sich, achtmal verließen die Baskets das Feld als Sieger. Neben dem Derbycharakter bringt die Tabellenkonstellation Brisanz in die Partie. Als Neunter benötigt die Mannschaft von Dragons-Trainer Thorsten Leibenath dringend Punkte, um nicht wie im Vorjahr die Playoffs zu verpassen.

Die Herausforderungen der Baskets spielen sich dagegen auf anderem Niveau ab: Als einziges Team mit nur sechs Niederlagen kämpft der Tabellendritte bei noch sieben ausstehenden Partien um die Hauptrunden-Meisterschaft. In Quakenbrück werden 300 Oldenburger Fans – das Gästekontingent ist damit vollständig ausgeschöpft – ihr Team auf dem möglichen Weg an die Spitze unterstützen.

„Oldenburg spielt mindestens auf dem gleichen                         Level wie in der vergangenen Saison“, sagt Quakenbrücks Co-Trainer James Duncan über den Meister, der jüngst achtmal in Serie gewann. Die bislang letzte Niederlage kassierte die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic Mitte Januar gegen die BG Göttingen (58:72).

Hall feiert Jubiläum

Bester Werfer der Quakenbrücker ist der 30-jährige Amerikaner Darren Fenn (13,6 Punkte pro Spiel), für den das Artland nach Engagements in Bremerhaven und Bamberg bereits die dritte Bundesliga-Station darstellt. Darius Hall feierte dagegen jüngst ein ungewöhnliches Jubiläum bei den Artländern. Der 37-Jährige bestritt sein 200. Bundesligaspiel für die Quakenbrücker. Der Center aus den USA, der 2004 vom damaligen Trainer Chris Fleming verpflichtet worden war, zählt zwar nicht mehr zur Startformation des Vizemeisters von 2007, ist aber stets noch für ein paar Punkte gut.

Bewährt hat sich beim Oldenburger Gegner zuletzt auch Hollis Price. Der 30-jährige Amerikaner, der in der Bundesliga bereits für Alba Berlin spielte, wurde im Saisonverlauf nachverpflichtet und verzeichnet bislang knapp fünf Vorlagen pro Partie.

Hagen auf Abstiegsplatz

Auf einem Abstiegsplatz steht dagegen der Montags-Gegner der Baskets, Aufsteiger Phoenix Hagen. Gerade einmal sieben Siege weist das Team von Trainer Ingo Freyer auf, zwei mehr als das Schlusslicht Paderborn. Um den Klassenerhalt zu erreichen, legten die Hagener jüngst auf dem Transfermarkt noch einmal nach. Zygimantas Jonusas, der von 2006 bis 2009 bei den Eisbären Bremerhaven spielte, soll dem Team neue Impulse verleihen. Zuletzt stand der 28-jährige Litauer in der Ukraine unter Vertrag. In Michael Jordan findet sich noch ein prominenter Name auf der Kaderliste der Hagener. Der 32-jährige Amerikaner war in der Bundesliga schon für Quakenbrück, Köln und Bamberg im Einsatz. Im Hinspiel in Oldenburg, das die Baskets mit 77:63 gewannen, konnte Jordan aber zu keiner Phase an alte Glanzzeiten anknüpfen.   

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
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