OLDENBURG - Nach geglücktem Auftakt in die neue Spielzeit gegen die Gießen 46ers (91:64) kommt auf die EWE Baskets Oldenburg an diesem Sonnabend ein ganz anderes Kaliber zu. Um 19.30 Uhr beginnt die Partie bei den Telekom Baskets Bonn, die allerdings ebenso gut in die Saison gestartet sind und beim 81:66 gegen Frankfurt ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz sendeten. Mit einem weiteren Erfolg will sich der Gastgeber wie die Oldenburger an der Spitze festsetzen und bei der Saisonpremiere im 15 Millionen Euro teuren Hallenneubau keinesfalls patzen.

„Bonn verfügt über viel Selbstvertrauen aus dem Vorjahr“, sieht Oldenburgs Trainer Predrag Krunic, von 2001 bis 2005 Coach der Bonner, den Vizemeister auch in dieser Saison hervorragend aufgestellt: „Die sehr gute Organisation und das sehr gute Trainer-Team sind ebenso ein wichtiger Faktor wie die tolle neue Halle.“

In der Vorsaison waren die Oldenburger jedoch eine der wenigen Mannschaften, die gleich zwei Siege gegen Bonn verbuchten. Nach einem 74:69-Auswärtssieg am dritten Spieltag gewann das Krunic-Team das Heimspiel im Frühjahr deutlich mit 86:72.

Dementsprechend groß ist auch der Respekt von Michael Koch. „Wir treffen auf einen eingespielten, stabilen Gegner mit erfahrenen Spielern. Für mich gehören die Oldenburger zur Spitze in der Liga“, sagte der Bonner Trainer.

Koch und seine Spieler nehmen jedoch Schwung aus der Vorsaison mit. Nach dem überraschenden Erreichen des Playoff-Finales – nach Rang sieben in der regulären Saison – soll der Erfolgsweg in der neuen sportlichen Heimat nun fortgesetzt werden. Auch wenn Koch mit seinem Assistenten Karsten Schul trotz der sportlichen Erfolge im Vorjahr einige Umbaumaßnahmen im Kader vornehmen musste.

Fünf offene Positionen wurden vor allem mit Spielern US-amerikanischer Herkunft neu besetzt. So wechselte unter anderem Earl Jerrod Rowland von den Artland Dragons aus Quakenbrück an den Rhein, um die Riege der Guards zu verstärken.

Zum Saisonstart brillierte vor allem Brandon Bowman. Der 23-Jährige fühlt sich auf der großen Flügelposition ebenso heimisch wie direkt unter dem Korb und erzielte in Frankfurt 22 Punkte und elf Rebounds. Insgesamt habe Bonn laut Krunic „ohne Frage eine sehr starke, athletische und erfahrene Mannschaft.“