OLDENBURG - Ende des dritten Viertels gelang den Gästen der Ausgleich. Fünf Oldenburger punkteten zweistellig.
von hauke richters
OLDENBURG - Ein Spiel in der Basketball-Bundesliga ist durch die Regeln in vier Viertel à zehn Minuten geteilt. Die EWE Baskets Oldenburg nutzen diese Stückelung immer wieder für einen eigenartigen Einsatz ihrer Stärken und Schwächen. Beim 75:67 (40:29)-Sieg gegen die Braunschweiger Phantoms am Sonnabend in der EWE-Arena glänzten die Spieler von Trainer Don Beck in den ersten beiden Abschnitten, leisteten sich einen Einbruch im dritten Viertel, um in den letzten zehn Minuten wieder an die gute Leistung vor dem Wechsel anzuschließen. Schon bei der Heimniederlage gegen Bamberg und bei der Auswärtsschlappe in Ludwigsburg hatte sich das Team im dritten Viertel Durchhänger geleistet.„Vielleicht waren wir nach der Pause ein bisschen zu entspannt“, sagte Center Saulius Kuzminskas, der gegen Braunschweig in knapp vier Minuten Spielzeit zwei Punkte sammelte. „Das darf eigentlich nicht passieren. Da müssen wir konzentrierter sein.“
Vor der Pause gelangen den Oldenburgern vor 2774 Zuschauern acht Balleroberungen, Heiko Schaffartzik glänzte von der Dreierlinie und der Defensivverbund ließ gerade einmal 29 Braunschweiger Punkte zu. Nach dem Seitenwechsel schmolz der Elf-Punkte-Vorsprung, und auch Mut machende „Baskets, Baskets“-Sprechchöre von den Rängen konnten nicht verhindern, dass die Gäste kurz vor Ende des dritten Abschnitts ausglichen (49:49). Auf der Anzeigetafel war der entsprechende Braunschweiger Zwei-Punkte-Wurf kurzzeitig als Dreier angezeigt worden, so dass große rote Ziffern sogar einen 49:50-Rückstand verkündeten – durch die Halle ging ein Raunen. Die Korrektur auf 49:49 ließ die Baskets durchatmen und war gleichzeitig das Signal, wieder zuzulegen. Besonders Desmond Penigar drehte dabei auf. Er erzielte im Schlussviertel neun Punkte, ehe er nach dem fünften Foul auf die Bank musste. Auch bei Würfen von der Dreierlinie kehrte nun die Treffsicherheit zurück, viermal versenkten die Baskets-Spieler den
Ball in den letzten zehn Minuten aus der Distanz. Einen großen Baustein zum Oldenburger Erfolg lieferten allerdings die Braunschweiger: Sie wiesen nach 40 Minuten die katastrophale Freiwurf-Quote von 29 Prozent auf; von 21 Würfen von der Linie hatten sie gerade einmal sechs verwandelt. Bester Baskets-Werfer war Tyron McCoy, der 16 Punkte erzielte. Bei den Gästen war Tory Walker mit 14 Zählern am erfolgreichsten.
„Wir haben gut verteidigt, besonders vor der Halbzeit“, sagte Oldenburgs Trainer Don Beck. „Wie stark wir gegen Braunschweig als Team waren, verdeutlicht die Statistik: Bei uns haben fünf Spieler zweistellig gepunktet.“
Den nächsten Schritt Richtung Playoff-Teilnahme können die Baskets bereits am Mittwoch machen. Um 19.30 Uhr gastiert das Team bei den Telekom Baskets Bonn.
