OLDENBURG - Dominik Bahiense de Mello muss nicht lange überlegen, wenn er gefragt wird, wer am Sonnabend (20 Uhr) die Partie der Basketball Bundesliga zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Skyliners Frankfurt gewinnen wird: „Dieses Spiel werden nur wir gewinnen“, ist er überzeugt. Und es stört ihn auch nicht, dass dabei sein alter Verein den Kürzeren zieht.

Sechs Jahre hat der 27-jährige Aufbauspieler am Main gespielt, bevor er zu Beginn der Saison zu den Baskets gewechselt war und einen Einjahresvertrag unterschrieb. Er kennt das Umfeld noch und hat Kontakt zu ehemaligen Mitspielern. De Mello hat die Entwicklung in Frankfurt beobachtet und weiß, dass die Partie eine ganz schwere wird, denn die mit 28:30 Zählern punktgleichen Teams dürfen sich im Kampf um die Playoff-Teilnahme keinen Ausrutscher erlauben.

„Jetzt sind wir in der Phase, auf die wir lange hingearbeitet haben“, sagt de Mello und ergänzt, dass die Mannschaft alles tun werde, damit die Saison nicht schon am 28. April beendet ist – dann hätte sie die Playoff-Teilnahme nämlich verpasst.

Zwar schätzt er Frankfurt als eine Mannschaft, die mit einer hohen Intensität verteidigt, den Teamgedanken lebt und die zuletzt ihren Rhythmus gefunden hat. Zu sehr wollen sich die Baskets aber nicht am Gegner orientieren. „Wir müssen den Fokus auf unser Spiel legen“, sagt er und dokumentiert damit eine gewisse Portion Selbstvertrauen – Oldenburg als Gastgeber soll das Spiel bestimmen.

De Mello hat es nicht bereut, nach Oldenburg gekommen zu sein: „Es wurde mir hier leicht gemacht. Ich fühle mich pudelwohl.“

Das Wohlbefinden dürfte noch steigen, wenn es wirklich zum Sieg gegen die Hessen langen würde. Dazu beitragen könnte, dass Trainer Ralph Held das Team in den Vordergrund stellt und jeder Akteur das Gefühl entwickeln kann, wichtiger Bestandteil zu sein. Das kommt auch dem „Teamspieler“ de Mello entgegen, dessen ehemaliger Club diesen Teamgedanken extrem gut verinnerlicht hat. „Diese Mannschaft funktioniert sehr gut, jeder hilft jedem“, weiß auch Held um eine Stärke der Gäste.

Positiv ist, dass Ronnie Burrell nach seiner Sperre wieder zur Verfügung steht und damit die Qualität der Mannschaft noch einmal einen Schub bekommt. „Wir dürfen die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben“, mahnt Trainer Held, schließlich sei es etwas anderes, ob man mit der Mannschaft trainiere oder mit ihr einen Wettkampf bestreite. Ob Kenny Hasbrouck seine Verletzung überwunden hat, wird sich kurzfristig zeigen müssen.

Wie gut die Frankfurter kontrolliert werden können, hängt auch davon ab, wie Held seine Spieler einstellt. „Er bereitet uns extrem gut vor“, berichtet de Mello und weiß, dass es auch diesmal so sein wird. Vielleicht ist er sich deshalb so sicher, dass die Baskets erfolgreich sein werden und damit ihre Chance auf die Playoff-Teilnahme wahren können.