OLDENBURG - Das starke zweite Viertel war der Grundstein zum Sieg. Die EWE
Baskets sehen zwei
Derbys entgegen.
Von Oliver Schulz
OLDENBURG - Die EWE Baskets gehen gut vorbereitet in die Derby-Festivalwochen. Der Oldenburger Basketball-Bundesligist legte am Freitagabend mit einer starken ersten Hälfte den Grundstein zum sicheren 92:73 (47:27)-Sieg gegen die Tigers Tübingen. 3148 Zuschauer in der ausverkauften EWE-Arena feierten ihr Team schon während der Partie ausgiebig. Gegen die müden Schwaben wurde den Gastgebern allerdings längst nicht alles abverlangt. In den kommenden Partien gegen die Eisbären Bremerhaven (7. Januar/17 Uhr) sowie bei den Artland Dragons Quakenbrück (13. Januar/20 Uhr) werden vermutlich ganz andere Qualitäten benötigt.„Es hat sich ausgezahlt, dass wir unseren Spielern über die Weihnachtsfeiertage mehr Ruhe gegeben haben. Diese Frische haben wir gut umgesetzt“, sagte Trainer Don Beck. „Man hat gemerkt, dass der Gegner diese Pause nicht hatte.“ Tübingen konnte nur zu Beginn die eigenen Stärken ausspielen. Mit zunehmender Dauer kamen die Oldenburger immer besser ins Spiel. „Die Verteidigung war in der ersten Hälfte so gut wie noch nie in dieser Saison. Darauf müssen wir aufbauen“, befand der Baskets-Coach.
Einzelne Akteure taten sich besonders hervor. Desmond Penigar nahm in der Anfangsphase Verantwortung und Ball in die Hand und hielt mit neun der ersten 16 Baskets-Punkte sein Team im Spiel. Die konzentrierte Phase bis zum Ende des ersten Abschnitts brachte Oldenburg die 23:14-Führung ein.
Das zweite Viertel gehörte dann Carl Krauser. Zwischen Genie und Wahnsinn pendelnd fand der Aufbauspieler endlich zu seinem Erfolgswurf. Acht Punkte in Folge, darunter zwei Dreier, sicherten den Oldenburgern kurz vor der Halbzeitpause den beruhigenden Vorsprung. Die bis dahin nur fünf Ballverluste gehörten zu den erfreulichen Aspekten. Der starke Dan Grunfeld sorgte mit einem Korbleger für das 47:27 vor dem Kabinengang.
Die sichere Führung machte die Gastgeber allerdings wieder einmal nachlässig. Die konzentrierte Spannung wich einer typischen Fahrigkeit in Deckungsverhalten und Wurfausführung. Tübingen nutzte dies und kam auf 45:57 (25.) heran. Kapitän Tyron McCoy verhinderte anschließend mit einem Dreier Schlimmeres (60:45).
Don Beck nahm eine Auszeit, um seine Spieler wieder an ihre Tugenden wie Defensivstärke und Geduld zu erinnern. Doron Perkins nahm den Trainer beim Wort und erhöhte mit seinen Wurferfolgen auf 69:50 (29.). Im Schlussviertel drehte Dan Grunfeld mächtig auf. Mit insgesamt 19 Punkten war der Flügelspieler der erfolgreichste Werfer eines Teams, in dem niemand abfiel. „Wir haben alle 12 Jungs eingesetzt. Das zeigt, wie tief die Mannschaft besetzt ist“, unterstrich Don Beck. Auch Tim Modersitzki und Armin Willemsen kamen zu Spielminuten. Das Team von Coach Aaron McCarthy blieb in der Arena nur ein Mitläufer.
EWE Baskets Oldenburg: Strauch (3 Punkte/1 Dreier), Penigar (11/1), Schaffartzik, Willemsen, Krauser (12/2), Modersitzki, McCoy (13/1), Grunfeld (19), Basit (2), Black (7), Perkins (15/2), Fischer (8).
