OLDENBURG - Aufbauspieler Gardner ist der herausragende Gäste-Spieler. Die EWE Baskets setzen auf ihre Defensivstärke.

Von Oliver Schulz

OLDENBURG - Rosa, sagen die Psychologen, ist die Farbe der Eitelkeit, zu schön und harmlos um Sünde zu sein. Mit dieser Kolorierung kann man vielleicht kleine Mädchen verzaubern, aber nicht wilde Kerle erschrecken. Also haben die Bonner Basketballer und ihr einflussreicher Namenssponsor lieber die Kampffarbe Magenta gewählt. Zwar sehen die Telekom Baskets auch damit noch aus wie Paulchens Panther, doch deren Leistungsstärke in der Bundesliga ist den EWE Baskets Oldenburg vor dem Spiel am morgigen Sonntag (17 Uhr/Premiere) in der heimischen Arena Warnung genug.

„Dieser Gegner hat es in sich“, sagt Don Beck. Nach dem misslungenen Saisonstart weiß der Oldenburger Trainer inzwischen auch mit dem Erfolgsdruck umzugehen. „Wir wissen, dass wir uns eigentlich momentan keine Niederlage leisten dürfen. Das gilt für den Sonntag, das gilt auch für die kommenden Wochen. Aber wir wissen auch, was wir können“, versprüht Beck Zuversicht.

Die intensive Verteidigung der Bonner Schlüsselspieler Jason Gardner und Jason Conley wäre ein Ansatz, da vermutlich die eigenen Offensivmöglichkeiten allein nicht ausreichen werden. Die herausragende Abwehrleistung des 68:55-Sieges über Bundesliga-Tabellenführer Ludwigsburg vor zwei Wochen war die Blaupause für den Rest der Spielrunde.

Dass sich die Nord-Baskets bereits beim Sieg in Braunschweig angriffsorientierter zeigten, hing hauptsächlich mit Desmond Penigars Punktehunger zusammen. Nach weitgehend verletzungsfreien Trainingswochen entfaltet der Flügelspieler das Spektrum seines Leistungsvermögens. Die Oldenburger werden dafür belohnt, dass sie auch nach dessen schweren Verletzung am US-Amerikaner festhielten.

Personell ist die Lage der Gastgeber zufrieden stellend, allerdings musste Aufbauspieler Heiko Schaffartzik in dieser Woche aufgrund einer Grippe mit dem Training aussetzen.

Erst einmal bei vier Versuchen entführten die Bonner in dieser Saison die Punkte aus gegnerischen Hallen. In Frankfurt konnte das Team von Cheftrainer und Ex-Nationalspieler Mike Koch zuletzt eine Führung mit 16 Punkten nicht nutzen.

Fast 3000 wollen morgen Augenzeuge sein, dass es so bleibt. Nur wenige Karten wurden noch nicht verkauft. Mit einem weiteren Erfolg stoßen die EWE Baskets in die obere Tabellenregion vor. Rosarote Träume sind erlaubt.